18 February 2026, 16:53

Evangelische Kirche prüft Personalakten auf vier Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt

Eine Gruppe von Priestern geht einen roten Teppich in einer Kirche entlang, mit Menschen, die auf dem Boden vor ihnen und auf der rechten Seite stehen, und Foto Rahmen an der Wand im Hintergrund.

Evangelische Kirche setzt pensionierte Polizisten ein, um Personalakten zu durchsuchen - Evangelische Kirche prüft Personalakten auf vier Verdachtsfälle sexualisierter Gewalt

Die Evangelische Kirche von Westfalen hat eine umfassende Überprüfung ihrer Personalakten eingeleitet, um frühere 4 Fälle sexualisierter Gewalt aufzudecken. Für die Untersuchung wurden pensionierte Polizeibeamte hinzugezogen, die ab dem 1. Februar 2023 mit den Akten der derzeitigen Mitarbeiter begannen.

Die Ermittlungen starteten mit einem ehemaligen Beamten und werden bis zum 1. März auf zwei erweitert. Ihre erste Aufgabe besteht darin, die Unterlagen der aktiven Beschäftigten zu prüfen, um sicherzustellen, dass mögliche Fälle noch innerhalb der gesetzlichen Verjährungsfrist für eine Strafverfolgung liegen. Sobald die aktuellen Akten ausgewertet sind, widmet sich das Team den archivierten Unterlagen, einschließlich jener von ehemaligen Mitarbeitern.

Falls Fehlverhalten nachgewiesen wird, leitet die Kirche die Akten an die Stelle zur Aufarbeitung von Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung (UVSS) zur vertieften Prüfung weiter. Je nach Schwere der Vorwürfe können die Konsequenzen von disziplinarischen Maßnahmen nach kirchlichem Arbeitsrecht bis hin zur Kündigung reichen. An dem Verfahren ist auch die Evangelische Kirche im Rheinland beteiligt, die 34 Kirchenkreise verwaltet. Unklar bleibt jedoch, wie viele weitere Landeskirchen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ähnliche Schritte eingeleitet haben.

Charlotte Nieße, die Beauftragte der Kirche für die Aufarbeitung von Verstößen gegen die sexuelle Selbstbestimmung, wird künftige Landessynoden über den Stand der Dinge informieren. Wie lange die Überprüfung insgesamt dauern wird, steht noch nicht fest.

Ziel der Untersuchung ist es, frühere Fälle sexualisierter Gewalt in den Kirchenakten zu identifizieren und aufzuarbeiten. Die pensionierten Beamten sichten sowohl aktuelle als auch archivierte Unterlagen, wobei die Ergebnisse an die kirchlichen Verantwortlichen weitergeleitet werden. Je nach Befund können formelle Disziplinarverfahren oder rechtliche Konsequenzen für die Betroffenen folgen.

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