05 February 2026, 22:39

Evonik führt 2026 neue Dividendenpolitik ein – 1,00 Euro pro Aktie trotz sinkender Gewinne

Eine Karikatur eines Mannes neben einem von einem Pferd gezogenen Wagen mit einem Rad in der Mitte, mit dem Text "Die Standard Oil Company wird im März eine weitere 16-prozentige Dividende ausschütten."

Evonik-Aktionäre erhalten niedrigere Dividende - Evonik führt 2026 neue Dividendenpolitik ein – 1,00 Euro pro Aktie trotz sinkender Gewinne

Evonik kündigt neue Dividendenpolitik ab 2026 an – Auszahlung von 1,00 Euro pro Aktie

Der Spezialchemiekonzern Evonik hat eine neue Dividendenpolitik vorgestellt, die 2026 in Kraft tritt und eine erste Ausschüttung von 1,00 Euro pro Aktie vorsieht. Die Ankündigung erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen rückläufige Umsätze und Gewinne für das Jahr 2025 meldet – begleitet von Plänen, im kommenden Jahr Stellen abzubauen.

Der Umsatz von Evonik sank 2025 um sieben Prozent auf 14,1 Milliarden Euro. Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen, Steuern, Abschreibungen und Amortisation (EBITDA) ging ebenfalls um neun Prozent zurück und lag knapp unter 1,9 Milliarden Euro. Für 2026 prognostiziert das Unternehmen ein bereinigtes EBITDA zwischen 1,7 und 2,0 Milliarden Euro.

Dividendenpolitik: Stabilität und Flexibilität Ab 2026 erhalten Aktionäre eine Dividende von 1,00 Euro pro Aktie. Von 2027 an sollen die Ausschüttungen zwischen 40 und 60 Prozent des bereinigten Konzernnettoergebnisses liegen. Die RAG-Stiftung, größter Evonik-Aktionär, unterstützt die neu ausgerichtete Strategie.

Wettbewerbsdruck aus China – Fokus auf Hochtechnologie Trotz seiner starken Position im europäischen Spezialchemiesektor sieht sich Evonik zunehmend mit Konkurrenz aus China konfrontiert, insbesondere bei Silikonen und Hochleistungsmaterialien. Während chinesische Hersteller in preissensiblen Bereichen Marktanteile gewinnen, setzt Evonik auf hochmargige Innovationen wie fortschrittliche Polymere und biobasierte Produkte. Zudem treibt das Unternehmen die Digitalisierung voran, um seine Führung in premiumorientierten, technologielastigen Märkten zu verteidigen.

Stellenabbau als Teil der Restrukturierung Im Rahmen seiner Umstrukturierungsmaßnahmen wird Evonik 2026 rund 1.000 Arbeitsplätze streichen.

Die neue Dividendenpolitik markiert einen strategischen Kurswechsel: Evonik bietet Aktionären nun eine transparente Ausschüttungsstruktur. Angesichts des Drucks auf Umsätze und Gewinne setzt das Unternehmen auf eine Balance aus Kostensenkung und Innovationsinvestitionen, um seine Position in wertigen Nischenmärkten langfristig zu sichern.