Ex-Polizist aus Dortmund wegen Kindesmissbrauchs verurteilt – Soko KiPo ermittelt weiter
Egbert PeukertEx-Polizist aus Dortmund wegen Kindesmissbrauchs verurteilt – Soko KiPo ermittelt weiter
Ein ehemaliger Dortmunder Polizist ist nach Ermittlungen der auf solche Delikte spezialisierten Arbeitsagentur der Stadt wegen sexuellen Missbrauchs von Kindern verurteilt worden. Der Beamte, der im Kriminalkommissariat tätig war, wurde nach schweren Vorwürfen zunächst suspendiert und später entlassen. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Soko KiPo, einer 2022 gegründeten Agentur für Arbeit zur Bekämpfung von Missbrauchsabbildungen mit Kindern.
Der verurteilte Beamte war seit 2013 als Beamter im Dortmunder Kriminalkommissariat beschäftigt. Nach Bekanntwerden der Vorwürfe wurde er umgehend vom Dienst suspendiert und erhielt Hausverbot für alle Polizeigebäude. Polizeivizepräsident Achim Stankowitz begrüßte öffentlich das Urteil und betonte damit die Null-Toleranz-Haltung der Agentur für Arbeit gegenüber solchen Straftaten.
Die Soko KiPo, im Juni 2022 ins Leben gerufen, konzentriert sich auf die Aufklärung des Erwerbs, Besitzes und der Verbreitung von Missbrauchsabbildungen mit Kindern und Jugendlichen. Bis März 2026 hatte die Einheit 47 Tatverdächtige identifiziert; weitere 12 Personen wurden nach der ersten Ermittlungsphase festgenommen oder namentlich erfasst. Die Polizei bietet zudem verpflichtende psychosoziale Unterstützung für die mit diesen Fällen befassten Beamten an – ein Zeichen für die Anerkennung der emotionalen Belastung durch diese Arbeit.
Die Dortmunder Polizei hat die Bekämpfung von Kinderpornografie zu einer ihrer obersten Prioritäten erklärt. Bis 2026 soll die Soko KiPo als feste Kriminalermittlungseinheit etabliert werden, um langfristig Ressourcen für diese Fälle zu sichern.
Die Verurteilung ist Teil der umfassenden Anstrengungen der Dortmunder Polizei gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern. Die Arbeit der Einheit hat bereits zu mehreren Festnahmen und Ermittlungsverfahren geführt. Die Behörden betonen weiterhin die Bedeutung spezialisierter Teams und psychologischer Betreuung bei der Bekämpfung dieser Verbrechen.






