Flexibler ÖPNV in NRW scheitert: ODI-Projekt endet 2025 ohne Nachfolge
Hans-Gerd JunkFlexibler ÖPNV in NRW scheitert: ODI-Projekt endet 2025 ohne Nachfolge
Pilotprojekt für bedarfsgesteuerten ÖPNV in Nordrhein-Westfalen endet 2025 nach drei Jahren
Ein Modellversuch für flexiblen, digital gesteuerten Öffentlichen Nahverkehr in Nordrhein-Westfalen wird Ende 2025 nach drei Jahren Betrieb eingestellt. Das unter dem Namen ODI bekannte Projekt sollte eine alternative, bedarfsorientierte Lösung zu klassischen Buslinien bieten. Trotz anfänglich großer Resonanz gelang es nicht, eine langfristige Finanzierung zu sichern.
Das ODI-Angebot startete mit einer Landesförderung von 1,8 Millionen Euro über fünf Jahre. Vier lokale Taxiunternehmen – Taxi Mewis, City-Car Ka-Li, easyCab Moers und Taxi Gardemann – kooperierten für den Betrieb. Über 8.000 Nutzer registrierten sich, doch öffentliche Zahlen zu den insgesamt beförderten Fahrgästen während der Laufzeit liegen nicht vor.
Zuständig für die Verkehrsplanung ist normalerweise der Kreis Wesel, doch die Koordination übernahm die Stadt Neukirchen-Vluyn. Die beteiligten Kommunen verlängerten das Projekt um ein Jahr und stockten die Mittel um 560.000 Euro aus lokalen Haushalten auf. Ein tragfähiges Finanzierungskonzept ließ sich jedoch nicht entwickeln.
Die Behörden bestätigten, dass der Betrieb am 31. Dezember 2025 eingestellt wird. Der Beschluss folgt auf wiederholte Versuche, Kosten und Nachfrage in Einklang zu bringen – doch die wirtschaftlichen Herausforderungen erwiesen sich als unüberwindbar.
Mit der Schließung endet ein dreijähriges Experiment für flexiblen Nahverkehr. Die Dienste laufen noch bis Ende 2025, ein Nachfolgeangebot wurde bisher nicht angekündigt. Daten zu Fahrgastzahlen und Nutzung bleiben der Öffentlichkeit vorenthalten.






