27 April 2026, 10:24

Frau inszeniert eigene Entführung – und wird mit dem Geld erwischt

Eine historische Illustration mit dem Titel "Die Gefangennahme einer ungeschützten Frau oder das Ende der Rebellion", die verstörte Menschen in einer chaotischen Szene zeigt.

Prozess: Frau simuliert ihre eigene Entführung vor Ehemann - Frau inszeniert eigene Entführung – und wird mit dem Geld erwischt

Eine Frau aus Köln inszenierte ihre eigene Entführung, um von ihrem Ehemann 5.000 Euro zu erpressen. Der aufwendige Plan flog auf, als die Polizei sie in der Nähe des Kölner Doms mit dem Geld in der Hand entdeckte. Später gab sie zu, dass ihre Tat durch Schulden, Sucht und Depressionen motiviert war.

Der Vorfall begann, als der Ehemann der Frau WhatsApp-Nachrichten erhielt, in denen behauptet wurde, sie sei entführt worden. Die Absender drohten ihm und forderten die sofortige Überweisung von 5.000 Euro. Aus Sorge um ihr Leben kam er der Forderung nach und alarmierte anschließend die Polizei.

Die Beamten leiteten eine groß angelegte Ermittlung ein, verfolgten Handydaten und durchsuchten die Umgebung. Bald fanden sie die Frau unversehrt in der Nähe des Kölner Doms – mit dem erpressten Geld in der Hand. Weitere Nachforschungen ergaben, dass sie das gesamte Szenario selbst inszeniert hatte.

Vor dem Kölner Landgericht kamen ihre Kämpfe mit Spiel- und Kaufsucht ans Licht, die sie mit 20.000 Euro verschuldet zurückgelassen hatten. Auch eine schwere Depression hatte zu ihrer Tat beigetragen. Die Angeklagte gestand die Erpressung durch Drohung sowie die Vortäuschung einer Straftat. Das Gericht verurteilte sie zu einer Bewährungsstrafe von 14 Monaten.

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Nach dem Urteil trafen sich die beiden im Flur des Gerichtsgebäudes. Beide brachen in Tränen aus und umarmten sich erleichtert über den Ausgang. Ihr Mann hatte ihr bereits verziehen und sich bereit erklärt, die Schulden zu übernehmen.

Mittlerweile befindet sich die Frau in Therapie, um ihre Sucht und psychischen Probleme zu behandeln. Die Bewährungsstrafe bedeutet, dass sie einer Haftstrafe entgeht, sofern sie die Auflagen des Gerichts erfüllt. Der Fall lenkt die Aufmerksamkeit auf die Folgen finanzieller Verzweiflung und unbehandelter psychischer Belastungen.

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