Frohnhausens Bürger fordern mehr Betreuungsplätze und Verkehrssicherheit vom OB
Hans-Gerd JunkFrohnhausens Bürger fordern mehr Betreuungsplätze und Verkehrssicherheit vom OB
Rund 120 Anwohner versammelten sich zum ersten Bürgerdialog des Jahres in Frohnhausen, einem der am dichtesten besiedelten Stadtteile Essens. Oberbürgermeister Thomas Kufen traf sich mit den Bewohnern, um drängende Themen zu besprechen – von fehlenden Betreuungsplätzen über Verkehrsprobleme bis hin zur Sicherheit an Schulen.
Frohnhausen, in dem etwa 33.400 Menschen leben, steht vor anhaltenden Herausforderungen bei der sozialen Infrastruktur. Zwar soll die Betreuungskapazität für Kinder unter drei Jahren verbessert werden, doch für Kinder ab drei Jahren bleiben die Plätze knapp. Der Stadtteil ist zudem geprägt von einer vielfältigen Bevölkerung: Über ein Drittel der Einwohner besitzt die doppelte Staatsbürgerschaft oder ist nicht deutscher Herkunft – bei Minderjährigen liegt dieser Anteil sogar bei fast 58 Prozent.
Während der Veranstaltung brachten die Anwohner zahlreiche Anliegen vor. Viele kritisierten die unzureichenden Takte der Buslinie 145 und wiesen auf Verkehrsprobleme in der Gervinusstraße und der Adelkampstraße hin. Andere zeigten sich enttäuscht über die Schließung des Jugendzentrums in der Harkortstraße im benachbarten Holsterhausen. Trotz dieser Kritikpunkte wurden die guten Integrationsangebote für Zuwanderer und die Jugendprogramme des Stadtteils positiv hervorgehoben.
Kufen ging auf einige der Forderungen ein und kündigte eine neue Bring- und Holzone an der Cosmas-und-Damian-Schule an. Eine von Anwohnern gewünschte Fußgängerquerung in der Berliner Straße steht jedoch noch aus. Der Oberbürgermeister informierte zudem über geplante Sanierungen von Spielplätzen, Investitionen in Grünflächen und Maßnahmen zur Verkehrssicherheit im Umfeld von Schulen. Gleichzeitig rief er die Bürger zu mehr Engagement auf und ermutigte sie, sich ehrenamtlich zu beteiligen oder sogar die Patenschaft für Spielplätze zu übernehmen.
Der Dialog zeigte sowohl Fortschritte als auch anhaltende Defizite in Frohnhausen auf. Zwar gibt es Verbesserungen bei der Kinderbetreuung, doch der Bedarf an Plätzen für ältere Kinder bleibt ungedeckt. Gleichzeitig bestehen weiterhin Sorgen in puncto Verkehr und Schulsicherheit – einige Lösungen sind bereits umgesetzt, andere noch in der Pipeline. Kufens Appell an die Bürger, sich freiwillig zu engagieren, unterstreicht, wie sehr der Stadtteil auf den Einsatz der Gemeinschaft angewiesen ist, um die anstehenden Aufgaben zu bewältigen.






