Frömerns neuer Supermarkt kommt ganz ohne Personal aus – und rettet die Nahversorgung
Klaus-Michael JopichFrömerns neuer Supermarkt kommt ganz ohne Personal aus – und rettet die Nahversorgung
Autonomer Supermarkt ohne Personal eröffnet in Frömern
In Frömern, einem kleinen Ortsteil von Fröndenberg, hat ein neuer, komplett personalfreier Supermarkt seine Türen geöffnet – und schließt damit eine Versorgungslücke, die durch die Schließung der letzten örtlichen Bäckerei entstanden war. Der Laden gehört zur Kette "Tante M" und kommt ohne Mitarbeiter aus, bietet aber dennoch rund 1.200 Produkte an, von frischem Brot bis hin zu Gemüse. Bisher hatten die Anwohner Schwierigkeiten, alltägliche Einkäufe zu erledigen, da es kaum Geschäfte in der Nähe gibt und die öffentlichen Verkehrsverbindungen begrenzt sind.
Betrieben wird die Filiale in Fröndenberg von Anna Kirksov, einer Busfahrerin, die sich für ihre Gemeinschaft engagieren wollte. Anders als klassische Supermärkte setzt dieser Laden auf ein kartengestütztes Zugangssystem: Kunden können selbstständig einkaufen und bezahlen. Mit Öffnungszeiten von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr abends bietet er den Bewohnern flexible Einkaufsmöglichkeiten.
Das Konzept von "Tante M" ist in Nordrhein-Westfalen noch weitgehend unbekannt – bisher gibt es in der Region erst zwei Standorte. Der neue Markt in Frömern kommt genau zur richtigen Zeit, denn seit der Schließung der letzten Bäckerei und angesichts der dünnen ÖPNV-Anbindung hatten die Einwohner zunehmend Probleme, an Lebensmittel zu kommen.
Doch die Kette hat größere Pläne: Bis Mitte 2026 sollen mindestens sechs weitere Filialen in Deutschland entstehen, darunter in Lalling (Niederbayern), Wunsiedel (Bayern), Oybin (Sachsen) sowie zwei in Baden-Württemberg (Wertheim und Marxzell). Besonders im Fokus der Expansion stehen Bayern, Nordrhein-Westfalen, Sachsen und Baden-Württemberg.
Für die Bewohner von Frömern ist der neue Supermarkt eine willkommene Lösung – endlich haben sie wieder einfachen Zugang zu Lebensmitteln. Mit langen Öffnungszeiten und einem vollautomatisierten Selbstbedienungskonzept deckt der Markt den täglichen Bedarf, ohne auf Personal angewiesen zu sein. Gleichzeitig deutet das Wachstum der Kette darauf hin, dass bald auch andere Gemeinden von solchen praktischen, serviceorientierten Supermärkten profitieren könnten.






