Gedenklesung in Düren ehrt Reyhaneh Jabbari – ein Symbol für Widerstand im Iran

Hans-Gerd Junk
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Eine Gruppe von Frauen in schwarzen Abayas hält Plakate mit Fotos von Ayatollah Ali Khamenei hoch, im Hintergrund sind Gebäude, Pfosten, Fahrzeuge und ein klarer blauer Himmel zu sehen.Hans-Gerd Junk

Gedenklesung in Düren ehrt Reyhaneh Jabbari – ein Symbol für Widerstand im Iran

Öffentliche Lesung ehrt das Andenken an Reyhaneh Jabbari – eine junge Iranerin, die für ihre Selbstverteidigung gegen sexuelle Gewalt hingerichtet wurde

Am 2. März 2026 findet in der Dürener Stadtbibliothek eine Gedenkveranstaltung für Reyhaneh Jabbari statt, organisiert von Amnesty International, der Stadtbibliothek Düren und der Initiative gegen die Todesstrafe. Der Eintritt ist frei; die Türen öffnen um 18:30 Uhr, Beginn ist um 19:00 Uhr.

Reyhaneh Jabbari war erst 19 Jahre alt, als sie sich gegen ihren Angreifer zur Wehr setzte – und daraufhin wegen Mordes zum Tode verurteilt wurde. Ihr Fall wurde zum Symbol für den Kampf von Frauen im Iran. Ihre Mutter, Shole Pakravan, floh 2017 nach Berlin, wo sie das Buch "Wie man ein Schmetterling wird" verfasste. Darin schildert sie das Leid ihrer Tochter und den größeren Kampf für Frauenrechte.

Bei der Lesung wird die Lehrerin Edgitha Stork Reyhanehs Worte vortragen und so ihren Mut und ihren Widerstand gegen das Unrecht lebendig werden lassen. Gabi Uhl, eine ehemalige Pädagogin und langjährige Aktivistin gegen die Todesstrafe, übernimmt die Rolle von Shole Pakravan. Uhl engagiert sich seit über 25 Jahren gegen die Hinrichtungsstrafe und verleiht der Veranstaltung damit besondere Nachdrücklichkeit.

Pakravan selbst setzt sich trotz anhaltender Bedrohungen und Verfolgung weiterhin für Frauenrechte und die Abschaffung der Todesstrafe ein. Die Lesung soll die systematischen Ungerechtigkeiten aufzeigen, denen Frauen im Iran ausgesetzt sind, und Reyhanehs Geschichte als Aufruf zum Handeln nutzen.

Die Veranstaltung rückt den Fall Reyhaneh Jabbari und den größeren Kampf für Gerechtigkeit im Iran in den Fokus. Durch die Vermittlung ihrer Geschichte hoffen die Organisatoren, das Bewusstsein für Frauenrechte zu schärfen und Solidarität zu stärken. Der freie Eintritt ermöglicht es der Öffentlichkeit, sich mit diesem wichtigen Thema auseinanderzusetzen.

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