Gefälschter Führerschein und überladener Lkw: Bauarbeiter in der Kontrolle enttarnt
Martina SieringGefälschter Führerschein und überladener Lkw: Bauarbeiter in der Kontrolle enttarnt
Ein 60-jähriger Bauarbeiter wurde am Montag, dem 23. Februar, von Verkehrspolizisten angehalten, nachdem sein überladener Lkw mit dem Unterboden über den Asphalt schrammte. Das Fahrzeug, das für ein zulässiges Gesamtgewicht von 7,49 Tonnen zugelassen war, wog tatsächlich 11,8 Tonnen – und überschritt damit die gesetzlichen Grenzen deutlich. Doch die Beamten stießen bald auf weitaus schwerwiegendere Probleme mit den Papieren des Fahrers und seinem Beschäftigungsstatus.
Die Polizisten stoppten den Laster, nachdem sie bemerkt hatten, dass die Federung bedrohlich absackte. Das mit Schotter beladene Fahrzeug schleifte mit den Radläufen über die Straße. Bei der Kontrolle präsentierte der Fahrer einen polnischen Führerschein sowie eine Aufenthaltserlaubnis – beide Dokumente stellten sich später als Fälschungen heraus.
Der Mann, der kein Deutsch sprach, gab zu, die gefälschten Papiere genutzt zu haben, um sich als EU-Bürger auszugeben und in der Union arbeiten zu können. Sein einzig gültiger Nachweis war ein georgischer Pkw-Führerschein ohne die für Lastkraftwagen erforderlichen Berufskraftfahrerqualifikationen.
Mittlerweile haben die Behörden Ermittlungen wegen des Verdachts auf illegale Beschäftigung und mögliche weitere Verstöße eingeleitet. Der Fall wirft Fragen zur Einhaltung von Verkehrs- und Arbeitsvorschriften in der Transportbranche auf.
Dem Fahrer drohen nun rechtliche Konsequenzen wegen der Verwendung gefälschter Dokumente und des Führens eines überladenen Fahrzeugs. Die Ermittlungen zu möglichen Verstößen gegen das Arbeitsrecht laufen noch. Der Vorfall unterstreicht die Risiken, die von unqualifizierten Fahrern im Schwerlastverkehr ausgehen.






