Gewaltwelle überschattet zweiten Tag der Soester Allerheiligenkirmes
Hans-Gerd JunkGewaltwelle überschattet zweiten Tag der Soester Allerheiligenkirmes
Zweiter Tag der Soester Allerheiligenkirmes lockt große Menschenmassen – doch Gewalt überschattet das Fest
Bei strahlendem Wetter zog die Soester Allerheiligenkirmes am zweiten Tag zahlreiche Besucher an. Doch das Volksfest wurde auch von einer Reihe gewalttätiger Vorfälle überschattet: Die Polizei meldete 13 Körperverletzungen und mehrere Festnahmen.
Ein 25-jähriger Mann aus Osnabrück erlitt schwere Verletzungen, nachdem ein unbekannter Täter in der Severinstraße eine Glaskaraffe auf ihn geworfen hatte. Zeugen konnten den Angreifer nicht identifizieren; das Opfer wurde zur Behandlung ins Krankenhaus gebracht.
Ein 62-jähriger Mann aus Anröchte wurde vorläufig wegen Raubes festgenommen. Ihm wird vorgeworfen, während der Kirmes Geld aus der Kasse einer Gaststätte entwendet zu haben. Unterdessen steht eine 21-jährige Frau aus Delbrück unter dem Verdacht, auf dem Fest mit K.-o.-Tropfen betäubt worden zu sein.
In einem weiteren Vorfall wurde ein 37-jähriger Rettungssanitäter von einem 25-jährigen Mann aus Paderborn angegriffen – ausgerechnet von einem Patienten, den er zuvor medizinisch versorgt hatte. Die Behörden nahmen drei Personen in Gewahrsam, um weitere Straftaten zu verhindern. Zudem wurden 20 Personen vom Festgelände verwiesen, als die Lage eskalierte.
Der zweite Kirmes-Tag zeigte damit ein zwiespältiges Bild: hohe Besucherzahlen bei gleichzeitigen schweren Ausschreitungen. Die Polizei ermittelt weiter, unter anderem wegen des Verdachts der Vergiftung und der zahlreichen Körperverletzungen. Die Verletzten befinden sich weiterhin in ärztlicher Behandlung, während gegen die Festgenommenen weitere rechtliche Schritte eingeleitet werden.






