Gianni Versace: Paris feiert den Mode-Rebellen mit spektakulärer Retrospektive
Klaus-Michael JopichGianni Versace: Paris feiert den Mode-Rebellen mit spektakulärer Retrospektive
Eine große Gianni-Versace-Retrospektive im Musée Maillol in Paris eröffnet
Im Pariser Musée Maillol hat eine umfassende Retrospektive über Gianni Versace ihre Tore geöffnet. Die Ausstellung ist die erste Modeschau, die jemals in dem 1995 gegründeten Museum stattfindet – ursprünglich dem Bildhauer Aristide Maillol gewidmet. Vom 5. bis 6. September 2023 zeigt sie die enge Verbindung des Designers mit der Stadt und Frankreich.
Kuratiert wird die Schau von Karl von der Ahé und Saskia Lubnow. Rund 450 Exponate sind zu sehen – von Schmuck und Wohnaccessoires bis hin zu seltenen Videointerviews. Etwa 100 Outfits werden an Mannequins präsentiert, die entlang eines nachgebauten Laufstegs arrangiert sind.
Ein besonderer Höhepunkt ist der Bereich „Rock und Royalty“, der Stücke zeigt, die von Ikonen wie Lady Diana, Elton John und Madonna getragen wurden. Eine digitale Installation präsentiert sogar den französischen Wikipedia-Eintrag zu Versaces berühmt-berüchtigtem „Sicherheitsnadel-Kleid“. Auffällig fehlt jedoch das schwarze Kleid, das Elizabeth Hurley 1994 weltbekannt machte.
Versaces Beziehung zu Paris reicht bis 1989 zurück, als die Marke erstmals ihre Haute-Couture-Kollektionen im Hotel Ritz präsentierte. Die Retrospektive unterstreicht diese langjährige Verbindung.
Die Ausstellung bietet einen seltenen Einblick in Versaces Vermächtnis – durch Mode, Accessoires und Archivmaterial. Bis zum 6. September können Besucher:innen den Einfluss des Designers auf die Mode- und Prominentenkultur erkunden. Das Musée Maillol, traditionell der Bildhauerei gewidmet, beherbergt damit sein erstes Mode-Event.






