06 February 2026, 22:59

Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum erfundenen Antisemitismus-Vorwurf im Leipziger Hotel

Eine Gruppe von Menschen steht vor Reportern mit Mikros, Handys und Papieren und diskutiert heftig an einem öffentlichen Ort mit einer Glaswand im Hintergrund.

Gil Ofarim Behauptet: Video ist eine Fälschung - Gil Ofarim bricht sein Schweigen zum erfundenen Antisemitismus-Vorwurf im Leipziger Hotel

Im Jahr 2021 warf der Musiker Gil Ofarim einem Mitarbeiter eines Leipziger Hotels Antisemitismus vor und behauptete, der Angestellte habe ihn aufgefordert, seine Davidstern-Halskette abzulegen. Der Fall nahm 2023 eine dramatische Wende, als Ofarim vor Gericht einräumte, dass seine Vorwürfe erfunden waren. Nun hat er sich erstmals in der Öffentlichkeit zu dem Skandal geäußert – während eines Auftritts bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus!

Die Kontroverse begann im Oktober 2021, als Ofarim ein Video in den sozialen Medien veröffentlichte. Darin behauptete er, ein Mitarbeiter des Westin Hotels in Leipzig habe antisemitische Bemerkungen gemacht und von ihm verlangt, seinen Davidstern zu verstecken. Das Hotel gab nie eine offizielle Stellungnahme ab, doch der beschuldigte Angestellte wies die Vorwürfe zurück und leitete rechtliche Schritte ein.

Überwachungsaufnahmen des Hotels zeigten später, dass Ofarim während des Vorfalls keine Halskette trug. Er konterte mit der Behauptung, die Aufnahme sei manipuliert worden – es fehlten Sekunden, und ein Zeuge habe ihn mit der Kette gesehen. Zudem behauptete er, das Originalvideo sei ausgetauscht worden.

Im März 2022 erhob die Leipziger Staatsanwaltschaft Anklage gegen Ofarim wegen falscher Anschuldigung, Verleumdung, Betrugs, versuchten Betrugs und Meineids. Der Prozess begann 2023, wo Ofarim gestand, die Geschichte erfunden zu haben. Er willigte ein, 10.000 Euro Schadensersatz zu zahlen, woraufhin das Verfahren eingestellt wurde.

Während eines jüngsten Lagerfeuer-Gesprächs bei Ich bin ein Star – Holt mich hier raus! brach Ofarim sein Schweigen zu dem Fall. Er berief sich auf eine Vertraulichkeitsvereinbarung, die ihn bisher am Sprechen gehindert habe. Später präzisierte jedoch der Anwalt des Hotelmitarbeiters, dass es eine solche Vereinbarung nie gegeben habe – lediglich eine Unterlassungserklärung sei ergangen.

Der Fall endete mit Ofarims Geständnis der Lüge und einer finanziellen Einigung. Der Hotelangestellte, der von jedem Fehlverhalten freigesprochen wurde, hatte rechtliche Schritte eingeleitet, um seinen Ruf wiederherzustellen. Ofarims aktuelle öffentliche Äußerungen sind die ersten Kommentare zum Skandal seit dem Gerichtsurteil.