23 December 2025, 20:48

Gold und Silber auf Pappe: Wie Dresden Pappen jedes Weihnachtsgeschenk aufwertet

Ein paar Schmuckstücke sind an einer Wand angebracht.

Gold und Silber auf Pappe: Wie Dresden Pappen jedes Weihnachtsgeschenk aufwertet

Dresdner Christbaumschmuck – filigrane vergoldete Prachtstücke aus der Zeit um 1900 – ist heute bei Sammlern hochbegehrt. Was einst als preiswerte Alternative zu aufwendigen Metallarbeiten oder Holzschnitzereien entstand, fasziniert heute mit seinem Charme und handwerklicher Kunstfertigkeit Liebhaber auf der ganzen Welt.

Die Verzierungen gibt es in vielfältigen Formen: von Federn und Sternen über Hasen, Störche und sogar Hummer. Auch Engel, Hirsche, Schiffe und Kleeblätter zählen zu den Motiven, die mit jahrhundertealten Maschinen und handgepressten Vintage-Formen liebevoll gefertigt werden.

Die Künstlerin Angela Kleinediekmann stieß erstmals in einem Hamburger Museumsshop auf diese Schätze. Neugierig geworden, spürte sie die letzten verbliebenen Hersteller in Sachsen auf, wo die Tradition bis heute lebendig ist. Mittlerweile verarbeitet sie die Ornamente in ihren Collagen und verbindet so historisches Handwerk mit moderner Kunst. Ein berühmter Verehrer des Dresdner Schmucks war Andy Warhol, der ihn einst für eine Weihnachtsbaum-Collage nutzte – mit vielen der Motive, die noch heute beliebt sind. Der anhaltende Reiz dieser Dekorationen liegt in ihren filigranen Details und dem aufwendigen Herstellungsprozess jedes einzelnen Stücks.

Dass der Dresdner Christbaumschmuck bis heute überlebt, verdankt er einer Handvoll Handwerker, die die traditionellen Techniken bewahren. Ihre Arbeit sorgt dafür, dass diese zerbrechlichen Kunstwerke Sammler und Künstler gleichermaßen begeistern. Mit wachsender Nachfrage verbinden die Ornamente Vergangenheit und Gegenwart durch ihr zeitloses Design.