Großrazzia auf Autobahnen: Neun Festnahmen bei grenzüberschreitender Kriminalitätsjagd
Martina SieringGroßrazzia auf Autobahnen: Neun Festnahmen bei grenzüberschreitender Kriminalitätsjagd
Großrazzia auf wichtigen Autobahnen – Neun Festnahmen bei grenzüberschreitender Kriminalitätsbekämpfung
Behörden führten am 15. und 16. Mai 2025 groß angelegte Kontrollen entlang wichtiger Verkehrsadern durch, darunter die Europastraße E30. An der Aktion beteiligten sich deutsche und niederländische Beamte von Polizei, Zoll und Bundesbehörden, die gemeinsam gegen grenzüberschreitende Kriminalität vorgingen.
Während der zweitägigen Razzia wurden über 900 Fahrzeuge überprüft und mehr als 1.700 Personen kontrolliert. Insgesamt kam es zu neun Festnahmen.
Am Grenzübergang Twist wurde ein 62-jähriger Mann mit rund 30.000 unversteuerten Zigaretten angehalten. Der Steuerausfall beläuft sich Schätzungen zufolge auf etwa 5.000 Euro. In einem ICE in der Nähe von Emmerich entdeckten Beamte bei einem 44-jährigen Fahrgast über 80.000 Euro undeklariertes Bargeld. Eine 36-jährige Frau wurde am Grenzübergang Elten mit mehr als 100.000 Euro in ihrem Auto gestoppt, die sie zu verstecken versuchte.
Auf derselben Zugstrecke nahm die Polizei einen 36-jährigen Mann mit über 2.000 Gramm mutmaßlichem Heroin fest. In Weener wurde ein illegales Glücksspielangebot in einer Sportsbar geschlossen. Die Beamten beschlagnahmten drei manipulierte Spielautomaten und nahmen einen 21-jährigen Mitarbeiter ohne Aufenthalts- oder Arbeitserlaubnis fest. Im Rahmen der Aktion wurden rund 100 Strafanzeigen erstattet, unter anderem wegen Drogenhandels, Verstößen gegen das Aufenthaltsrecht und Trunkenheit am Steuer.
Die Razzia führte zu zahlreichen Beschlagnahmungen von Bargeld, Drogen und Schmuggelware. Zudem wurden illegale Glücksspielaktivitäten unterbunden und Personen wegen verschiedener Verstöße vorläufig festgenommen. Die gemeinsame Operation unterstrich die fortlaufende Zusammenarbeit zwischen deutschen und niederländischen Strafverfolgungsbehörden.
