27 December 2025, 15:42

Großrazzia in Kölner Shisha-Bars: Illegale Beschäftigung und Sozialbetrug aufgedeckt

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Fabrik mit Rauch, der aus ihrem Schornstein aufsteigt, umgeben von Gebäuden.

Großrazzia in Kölner Shisha-Bars: Illegale Beschäftigung und Sozialbetrug aufgedeckt

Behörden in Köln haben eine großangelegte Razzia in Shisha-Bars und Nachtclubs der Innenstadt durchgeführt. Bei den Kontrollen deckten Beamte zahlreiche Fälle illegaler Beschäftigung, Lohnunterschreitung und mutmaßlichen Sozialbetrugs auf. Zudem wurden große Mengen mutmaßlich illegalen Tabaks beschlagnahmt.

Der Kölner Zoll und die städtischen Ordnungsdienste überprüften innerhalb von zwei Tagen 19 Shisha-Bars sowie fünf Türsteher in Nachtlokalen. Dabei stellte sich heraus, dass acht Arbeitgeber ihre Mitarbeiter unter dem gesetzlichen Mindestlohn bezahlten. Fünf Beschäftigte gaben an, es sei ihr erster Arbeitstag – ein Umstand, der den Verdacht auf Schwarzarbeit und fehlenden Sozialversicherungsschutz weckte.

Ein 29-jähriger Inder wurde ohne Aufenthaltserlaubnis bei der Arbeit angetroffen, während ein 27-jähriger Ägypter keinen gültigen Arbeitsnachweis vorlegen konnte. Gegen zwei weitere Mitarbeiter wird wegen des Verdachts auf Sozialbetrug ermittelt. Sowohl gegen die Beschäftigten als auch gegen ihre Arbeitgeber wurden Strafverfahren eingeleitet. Über 200 Kilogramm Shisha-Tabak wurden beschlagnahmt, da der Verdacht besteht, dass er illegal hergestellt wurde. Die Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) hat Ermittlungen gegen alle betroffenen Barbetreiber eingeleitet. In den Berichten wurden keine konkreten Personen namentlich genannt, die vor Ort vom Zoll identifiziert worden wären.

Die Kontrollen haben zu mehreren Strafverfahren gegen Arbeitgeber und Mitarbeiter geführt. Die Behörden ermitteln weiterhin wegen nicht angemeldeter Beschäftigung und illegalen Tabakverkäufs. Mit weiteren rechtlichen Schritten ist zu rechnen, da die Untersuchungen noch andauern.