Hamm baut Europas neues Logistikdrehkreuz auf altem Bahnhofsareal
Klaus-Michael JopichHamm baut Europas neues Logistikdrehkreuz auf altem Bahnhofsareal
Hamm will sein ehemaliges Rangierbahnhofgelände in ein großes Logistikdrehkreuz verwandeln. Die Stadt hat mit METRANS einen Vertrag zur Entwicklung eines modernsten Güterverkehrsterminals unterzeichnet. Nach Angaben der Verantwortlichen wird das Projekt das Wirtschaftswachstum ankurbeln und die Transportverbindungen in ganz Europa verbessern.
Die Vereinbarung zwischen Hamm und METRANS markiert einen wichtigen Schritt im Rahmen des Projekts Multi Hub Westfalen. Eine Absichtserklärung zur Umwandlung des alten Bahnhofs in einen trimodalen Terminal – der Schienen-, Straßen- und Binnenschifffahrtsnetze verbindet – wurde unterzeichnet. Die zentrale Lage des Geländes mit direkten Ost-West- und Nord-Süd-Verbindungen macht es ideal für den Gütertransport.
Die METRANS Deutschland GmbH, ein Tochterunternehmen der HHLA, wird einen 27-Prozent-Anteil an der EANG übernehmen. Die Änderung der Gesellschafterstruktur muss noch vom Stadtrat Hamm in seiner ersten Sitzung am 3. November gebilligt werden. Peter Kiss, Vorstandsvorsitzender von METRANS, bezeichnete Hamm als strategischen westlichen Knotenpunkt für das europäische Netz des Unternehmens.
Lokale Politiker begrüßen die Investition. Oberbürgermeister Marc Herter nannte sie eine Grundlage für nachhaltiges Wachstum und neue Arbeitsplätze. Die Nähe des Terminals zu Seehäfen und Binnenwasserstraßen unterstreicht zudem seine Bedeutung als zentraler Verkehrsknoten.
Das Projekt wird Hamm zu einem modernen Logistikzentrum machen. Nach der Genehmigung soll der Terminal wichtige Handelsrouten verbinden und die regionale Entwicklung fördern. Die Stadt erwartet langfristige Vorteile durch verbesserte Güterverkehrsanbindungen und wirtschaftliche Impulse.






