Hauptzollamt Köln meldet Rekordertrag und massive Drogenfunde im Jahresbericht 2024
Klaus-Michael JopichHauptzollamt Köln meldet Rekordertrag und massive Drogenfunde im Jahresbericht 2024
Hauptzollamt Köln legt Jahresbericht 2024 vor: Rekordertrag und massive Kontrollerfolge
Das Hauptzollamt Köln hat seinen Jahresbericht für 2024 veröffentlicht – mit Rekordinnahmen und bedeutenden Ermittlungserfolgen. Die Behörde erzielte fast fünf Milliarden Euro, wobei die Einfuhrumsatzsteuer mit rund vier Milliarden Euro den größten Anteil ausmachte.
Bei Zollkontrollen in Köln und der Region beschlagnahmte das Amt Waren im Wert von etwa 22 Millionen Euro. Darunter befanden sich über 3,8 Millionen unversteuerte Zigaretten – mehr als doppelt so viele wie im Vorjahr. Zudem konfiszierten die Beamten fast die Hälfte des in Deutschlands Zollstatistik erfassten Crystal Meth, etwa ein Drittel des Haschischs und rund ein Drittel des Marihuanas.
Die Zahl der Zollerklärungen stieg leicht auf 10,5 Millionen im Jahr 2024. Hinzu kamen rund 577 Millionen Euro an Verbrauch- und Verkehrsteuern. Spezialeinheiten zur Bekämpfung von Schwarzarbeit prüften über 800 Arbeitgeber und leiteten mehr als 5.000 Ermittlungsverfahren ein. Dabei deckten sie Betrugsfälle auf, die der Sozialversicherung über 40 Millionen Euro kosteten.
Neben der Strafverfolgung ist das Kölner Hauptzollamt das größte Ausbildungszentrum für Zollbeamte in Deutschland und bildet derzeit 385 Nachwuchskräfte aus.
Der Bericht 2024 unterstreicht die doppelte Rolle der Behörde: als wichtige Einnahmequelle des Staates und als wirksame Strafverfolgungsinstanz. Durch konsequente Kontrollen gelangten erhebliche Mengen an Schmuggelware, Steuereinnahmen und aufgedeckte Betrugsfälle in die Statistik. Gleichzeitig sichert das Ausbildungsprogramm den kontinuierlichen Nachwuchs im Zolldienst.
