05 February 2026, 12:41

Henrietta, das Huhn, erobert den Münchner Hauptbahnhof und das Herz der Bundespolizei

Eine alte Postkarte mit einer Gruppe von Hühner vor einem Zug, mit Text auf der Postkarte.

Henrietta, das Huhn, erobert den Münchner Hauptbahnhof und das Herz der Bundespolizei

Ein herrenloses Huhn sorgt für Aufsehen am Münchner Hauptbahnhof

Letzten Freitagabend löste ein umherstreunendes Huhn am Münchner Hauptbahnhof eine kleine Sensation aus. Das Tier, das später den Namen Henrietta erhielt, wurde zwischen den Gleisen gesichtet, bevor es von Bundespolizisten in Sicherheit gebracht wurde. Ihre ungewöhnliche Angewohnheit, sich in Lieferwagen als blinder Passagier mitnehmen zu lassen, hatte sie weit von zu Hause weggeführt.

Henriettas Abenteuer begann, als sie in einen offenen Lieferwagen schlüpfte und schließlich am belebten Bahnhof landete. Bundespolizisten fingen sie ein und nahmen sich ihrer an – sie fütterten sie mit Haferbrei, während sie in ihrer Obhut blieb. Drei Tage lang kümmerten sie sich um das Huhn, bis ein Platz in einer Auffangstation frei wurde.

Anschließend wurde Henrietta zum Vogelnotdienst Olching, einem Vogelrettungsdienst, gebracht. Dort versorgte Gerhard Wendl sie mit der nötigen Pflege. Unterdessen meldeten sich rund 20 Personen bei der Polizei, die das Huhn bei sich aufnehmen wollten.

Schließlich konnte auch Henriettas Besitzerin ausfindig gemacht werden – eine junge Frau, die aus Leidenschaft Hühner hält. Öffentliche Äußerungen von ihr zu ihren Tieren sind vor diesem Vorfall nicht bekannt.

Henriettas Reise vom Lieferwagen bis zum Bahnhof endete glücklich: Nach einem kurzen Aufenthalt in der Obhut der Tierretter wurde sie ihrer Besitzerin zurückgegeben. Der Vorfall zeigte nicht nur das ungewöhnliche Verhalten des Huhns, sondern auch das schnelle und engagierte Handeln von Behörden und Bürgern.