Herbert Reul warnt vor wachsender linksextremistischer Bedrohung in NRW – doch von Terrorismus spricht er nicht

Klaus-Michael Jopich
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Eine Gruppe von Menschen hält ein Transparent mit der Aufschrift "Öffnet die Grenzen, rettet Leben, kämpft gegen Faschismus" vor einem Gebäude mit Glasfenstern und einem Mast im Hintergrund, mit einem Fahrrad und einer Tasche auf der Straße in der Nähe.Klaus-Michael Jopich

Herbert Reul warnt vor wachsender linksextremistischer Bedrohung in NRW – doch von Terrorismus spricht er nicht

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul hat eine neue Einschätzung zu linksextremistischen Bedrohungen in der Region vorgelegt. Der Bericht verweist auf wachsende Besorgnis – von Sachbeschädigungen bis hin zu militanten Gruppierungen –, verzichtet jedoch darauf, die Entwicklung als Terrorismus einzustufen.

Im Mittelpunkt der Analyse steht das sogenannte "Angry Birds Kommando", ein Sabotagenetzwerk, das vor allem in Nordrhein-Westfalen aktiv ist. Die Gruppe vertritt eine anarchoprimitivistische Ideologie und strebt danach, die industrielle Gesellschaft zu zerschlagen, um die Vorherrschaft der Natur über menschliche Systeme wiederherzustellen.

Ein weiteres zentrales Problem ist der deutliche Anstieg von Sachbeschädigungen, der sich von 2024 auf 2025 mehr als verdoppelt hat. Allerdings richteten sich viele Vorfälle gezielt gegen Wahlplakate rechtsextremer Parteien und nicht gegen kritische Infrastruktur.

Der Bericht warnt zudem vor linksextremen Kampfsportgruppen und verweist auf Aufkleber mit der Aufschrift "Nazis boxen" als mögliche Hinweise auf aggressives Potenzial. Zudem wird der "Budapester Komplex" untersucht, der lokale Aktivisten mit Solidaritätsprotesten in Jena verbindet.

Trotz dieser Entwicklungen findet die Einschätzung keine Belege für einen Übergang zu organisiertem "Linksterrorismus". Herbert Reul, der seit 2017 das Innenministerium leitet, bleibt eine prägende Figur in der Auseinandersetzung mit solchen Bedrohungen.

Die Ergebnisse unterstreichen einen wachsenden Trend linksextremistischer Aktivitäten, insbesondere im Bereich Sabotage und Sachbeschädigungen. Zwar gibt es keine bestätigten Anzeichen für eine direkte Hinwendung zum Terrorismus, doch beobachten die Behörden weiterhin militante Gruppen und ihr Eskalationspotenzial.

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