02 March 2026, 23:33

"Hinter jeder Uniform steckt ein Mensch": Bahnmitarbeiterin kämpft gegen tägliche Angriffe

Ein Schwarz-Weiß-Bild einer Zugkollision mit Menschen in Helmen um das Wrack herum, Strommasten, Bäume, Gebäude und einen klaren Himmel im Hintergrund.

"Hinter jeder Uniform steckt ein Mensch": Bahnmitarbeiterin kämpft gegen tägliche Angriffe

Zugbegleiterin Mandy Brune erlebt immer wieder verbale Angriffe und Gewaltandrohungen im Job – doch trotz dieser Herausforderungen bleibt sie ihrer Arbeit mit Leidenschaft verbunden. Jetzt erhebt sie ihre Stimme und fordert besseren Schutz für Bahnmitarbeiter in ganz Deutschland.

Brune, die in Saerbeck stationiert ist, wurde bereits mehrfach von Fahrgästen belästigt, die Vorfälle oft filmen, statt zu helfen. In den letzten Monaten hat sie jedoch eine positive Veränderung bemerkt: Immer mehr Umstehende greifen ein, wenn es zu Bedrohungen kommt. Diese Entwicklung gibt ihr Hoffnung, dass Aufklärungskampagnen langsam Wirkung zeigen.

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Allein im vergangenen Jahr verzeichnete die Deutsche Bahn bundesweit 1.708 Angriffe auf ihre Mitarbeiter. Als Reaktion haben der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) und die Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) eine mobile Ausstellung ins Leben gerufen. Die Tour soll die täglichen Risiken aufzeigen, denen Zugbegleiter und andere Beschäftigte im öffentlichen und privaten Sektor ausgesetzt sind.

Die Botschaft der Ausstellung ist klar: Hinter jeder Uniform steckt ein Mensch, der dafür sorgt, dass Fahrgäste sicher ans Ziel kommen. Die EVG drängt auf strengere Maßnahmen – darunter Doppelte Besetzungen in Zügen, Körperkameras für Mitarbeiter und eine spezielle Staatsanwaltschaft, die sich mit Übergriffen auf Bahnpersonal befasst.

Brune setzt sich weiterhin für höhere Sicherheitsstandards ein und appelliert an Fahrgäste, bei Beleidigungen oder Bedrohungen einzugreifen. Die Gewerkschaftskampagne zielt darauf ab, aus öffentlicher Aufmerksamkeit konkrete Taten werden zu lassen. Für die Bahnmitarbeiter bleibt die Forderung nach besserem Schutz vorerst eine zentrale Priorität.