18 April 2026, 08:21

Infineon streicht Hunderte Jobs in Warstein – Strategiewechsel nach E-Auto-Krise

Eine Liniengrafik auf einem weißen Hintergrund mit der Überschrift "Die Vorteile von 35 Jahren Produktivitätssteigerung sind nicht an die Mittelschicht gegangen."

Infineon streicht Hunderte Jobs in Warstein – Strategiewechsel nach E-Auto-Krise

Infineon baut Stellen am Standort Warstein ab – Umstrukturierung nach Einbruch der E-Auto-Nachfrage

Nach dem deutlichen Rückgang der Nachfrage nach Elektrofahrzeugen streicht der Halbleiterhersteller Infineon Arbeitsplätze an seinem Werk in Warstein. Zudem verlagert das Unternehmen die Produktion von Leistungsmodulen an seinen ungarischen Standort in Cegléd, um die Fertigung effizienter zu gestalten. Gleichzeitig wurde eine neue Produktlinie für industrielle Anwendungen auf den Markt gebracht, um die Verluste im Automobilsektor auszugleichen.

Wie das deutsche Unternehmen bestätigte, entfallen in Warstein Stellen im dreistelligen Bereich. Um die sozialen Folgen abzufedern, werden Vorruhestandsregelungen und Abfindungsprogramme angeboten. Nicht betroffen von den Kürzungen sind lediglich die Bereiche, die Windkraft, Solarenergie und Ladeinfrastruktur bedienen.

Erst im vergangenen Monat hatte Infineon die neuen "EasyPACK C"-Module vorgestellt, die auf Siliziumkarbid-Technologie basieren. Diese Komponenten bieten eine höhere Leistungsdichte und eine deutlich längere Lebensdauer als ihre Vorgänger. Die Neuausrichtung ist Teil einer größeren Strategie, sich vom schwächelnden E-Auto-Markt hin zu industriellen Anwendungen zu orientieren.

Anleger warten nun gespannt auf den Quartalsbericht für das vierte Geschäfstquartal, der am 12. November veröffentlicht wird. Im Fokus der Analysten steht, wie das Unternehmen die aktuelle Schwächephase im Automobilsektor bewertet und ob die neue Produktlinie das Wachstum ankurbeln kann. Die Ergebnisse könnten die weitere Entwicklung der Aktie in den kommenden Monaten prägen.

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Die Umstrukturierung erfolgt vor dem Hintergrund einer nachlassenden E-Auto-Nachfrage, während Infineon gleichzeitig auf industrielle Innovationen setzt. Die Stellenstreichungen in Warstein und die Konsolidierung in Ungarn zielen auf Kostensenkungen ab, während die Markteinführung der "EasyPACK C"-Module neue Einnahmequellen erschließen soll. Die anstehende Bilanzpressekonferenz wird weitere Aufschlüsse über den künftigen Kurs des Unternehmens geben.

Quelle