Interreligiöser Dialog in Aachen zieht überraschend viele Besucher an
Hans-Gerd JunkInterreligiöser Dialog in Aachen zieht überraschend viele Besucher an
Interreligiöser Dialog zieht großes Publikum in den Aachener Krönungssaal
Am 30. Oktober 2025 lockte ein interreligiöser Dialog zahlreiche Besucher in den Aachener Krönungssaal. Die von der Internationalen Karlspreis-Stiftung Aachen organisierte Veranstaltung widmete sich der Frage, wie Religion Europa prägt. Fast 300 Gäste füllten den Saal – fast 70 mehr als erwartet.
Die Diskussion war Teil der Reihe Aachener Interreligiöser Dialog unter dem Titel "Wie Religion Europa formt". Zu den Teilnehmern zählten Oberrabbiner Pinchas Goldschmidt, Kardinal Reinhard Marx und der islamische Theologe Mouhanad Khorchide. Wegen des unerwartet großen Andrangs mussten kurzfristig zusätzliche Stühle aufgestellt werden.
Kardinal Marx warnte davor, Religion als Instrument für Konflikte zu missbrauchen. Er betonte die Notwendigkeit von gegenseitigem Respekt und Verständnis. Oberrabbiner Goldschmidt hob die gemeinsamen demokratischen Werte von Judentum, Christentum und Islam hervor. Khorchide wiederum unterstrich die gemeinsamen Grundsätze von Nächstenliebe und friedlichem Zusammenleben.
Thema war auch die wachsende Entfremdung zwischen den Religionen in Europa. Die Redner untersuchten, wie religiöse Traditionen Brücken bauen können, statt Gräben zu vertiefen.
Die Veranstaltung endete mit Appellen für eine stärkere interreligiöse Zusammenarbeit. Die Organisatoren werteten die hohe Teilnehmerzahl als Zeichen des öffentlichen Interesses an religiösem Dialog. Künftige Diskussionen der Reihe sollen diese Themen vertiefen.






