26 January 2026, 14:53

„Jagd & Hund“ in Dortmund: Rekordaussteller und Streit um afrikanische Großwildjagd

Ein aufgeschlagenes Buch mit detaillierten Abbildungen verschiedener Tiere, darunter ein Hirsch, sowie begleitendem Text.

Jagdmesse lockt mit Hirschrufen, Jagdkenntnissen und Neuheiten - „Jagd & Hund“ in Dortmund: Rekordaussteller und Streit um afrikanische Großwildjagd

Europas größte Jagdmesse Jagd & Hund öffnet diese Woche in Dortmund ihre Tore

Die Veranstaltung wird Zehntausende Besucher anziehen und über 700 Aussteller aus 36 Ländern präsentieren. Neben der Vorstellung neuester Jagdausrüstung hat die Messe auch eine Debatte über die Bewerbung von Großwildjagden in Afrika entfacht.

Gezeigt werden modernste Jagdgeräte, Schusswaffen und Geländefahrzeuge. Praktische Workshops und Vorträge zu Jagdtechniken ergänzen Wettbewerbe, darunter die besten Hirschrufer Deutschlands. Köche präsentieren zudem Wildgerichte beim Wild Food Festival.

Über 1.300 Jagdhunde aus 59 Rassen demonstrieren ihr Können, während Falknereivorführungen das Programm abrunden. Doch die Messe steht in der Kritik, weil sie afrikanische Jagdreisen anpreist, bei denen Elefanten, Löwen und andere Wildtiere bejagt werden. Tierschutzorganisationen wie Vier Pfoten und Pro Wildlife fordern ein Verbot der Werbung für diese umstrittenen Expeditionen. Vertreter afrikanischer Länder verteidigen die Jagden als regulierte, nachhaltige Wildtierbewirtschaftung und betonen, dass sie wichtige Einnahmen für lokale Gemeinschaften bringen. Mit fast 468.000 lizenzierten Jägern in Deutschland – allein rund 100.000 in Nordrhein-Westfalen – bleibt die Messe ein zentraler Branchen-Treffpunkt.

Die Jagd & Hund festigt ihren Ruf als bedeutende Plattform für Jäger, Aussteller und Wildtierbegeisterte. Doch die Bewerbung afrikanischer Großwildjagden sorgt weiterhin für Diskussionen. Sowohl Veranstalter als auch Kritiker werden gespannt verfolgen, wie sich die Debatten während der Messe entwickeln.