Jugendliche fordern im Essener Rathaus mehr Mitsprache und bessere Lebensbedingungen
Martina SieringJugendliche fordern im Essener Rathaus mehr Mitsprache und bessere Lebensbedingungen
25 Kinder und Jugendliche besuchen Essener Rathaus im Rahmen des Kinderforums
Eine Gruppe von 25 Kindern und Jugendlichen besuchte am Dienstag, dem 16. Dezember, das Essener Rathaus im Rahmen der Initiative Kinderforum. Die jungen Teilnehmerinnen und Teilnehmer im Alter zwischen 12 und 18 Jahren trafen sich mit lokalen Verantwortungsträgern, um über zentrale Themen zu sprechen, die ihren Alltag und ihre Gemeinschaften prägen.
An der Veranstaltung nahmen Jugendliche aus zwei Stadtteilen teil: zwölf aus der Essener Innenstadt und eine weitere Gruppe aus Altenessen. Die Jugendlichen aus dem Stadtzentrum brachten vor allem Anliegen zu Schulen, der Zuverlässigkeit des öffentlichen Nahverkehrs sowie dem Bedarf nach mehr Sauberkeit und Sicherheit in ihren Vierteln vor. Die Altenessener Gruppe konzentrierte sich hingegen auf den Zustand örtlicher Spielplätze und konkrete Missstände wie den "matschigen Weg" auf dem Parkplatz des Allee-Centers.
Oberbürgermeister Thomas Kufen eröffnete die Veranstaltung mit einer Begrüßungsrede und stand den Jugendlichen anschließend in einer Fragerunde Rede und Antwort. Neben schulischen und infrastrukturellen Themen diskutierten die jungen Leute auch über ihre Lebensumfelder und die Unterstützung, die sie in der Bildung erfahren. Sylvia Taron vom Jugendamt sowie die Bezirksbürgermeister Christian Moschyk und Klaus Hagen begleiteten die Gespräche, gaben Impulse und hörten den Anliegen der Jugendlichen zu.
Die Organisatoren betonten die Bedeutung von Jugendbeteiligung und praktischem bürgerlichem Engagement. Die Veranstaltung zeigte auf, wie junge Menschen dazu beitragen können, lokale Politik und Dienstleistungen mitzugestalten. Geplant ist, ähnliche Formate im Bereich der Kinder- und Jugendarbeit in ganz Essen auszuweiten.
Das Kinderforum bot den jungen Essenerinnen und Essenern eine direkte Plattform, um ihre Sorgen und Vorschläge vorzubringen. Themen wie Schulverbesserungen, Spielplatzinstandhaltung und Verkehrsoptimierungen werden nun von der Stadtverwaltung geprüft. Ziel der Initiative ist es, den Dialog zwischen der Kommune und ihrer jungen Bevölkerung nachhaltig zu stärken.






