Katharina Wagner entschuldigt sich bei Michel Friedman für Festspiel-Absage
Hans-Gerd JunkKatharina Wagner entschuldigt sich bei Michel Friedman für Festspiel-Absage
Katharina Wagner hat sich beim Journalisten Michel Friedman für die Absage seines geplanten Auftritts bei den Bayreuther Festspielen entschuldigt. Zunächst hatten die Veranstalter die Absage mit Sicherheitsbedenken begründet. Friedman hatte die Entscheidung als „falsches Signal“ kritisiert.
Katharina Wagner, die Urenkelin des Komponisten Richard Wagner, nahm in einem Brief und einem Telefonat Kontakt zu Friedman auf. Sie räumte den Fehler ein und versprach, die Situation wieder gutzumachen.
Friedman hat die Entschuldigung inzwischen angenommen. Er wird seine Rede nun wie geplant auf den Festspielen halten und dabei Richard Wagners Antisemitismus sowie die historischen Verbindungen der Familie zum NS-Regime thematisieren.
Wagner kündigte zudem an, ein Gedenkkonzert nachzuholen. Die Einnahmen sollen Stipendien für junge israelische Musiker finanzieren. Unklar bleibt jedoch die musikalische Leitung: Der ursprünglich vorgesehene Dirigent Christian Thielemann steht nicht zur Verfügung. Auch der Titel des Konzerts könnte geändert werden.
Der Streit ist mit der Wiederherstellung von Friedmans Rede beigelegt. Das nachgeholte Konzert wird israelische Musiker unterstützen, auch wenn die Organisation noch im Gange ist. Die Festspiele wollen mit diesen Anpassungen einen Schritt nach vorne machen.






