19 June 2026, 08:13

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten müssen mit hohen Strafen rechnen

Festgehalten am Flughafen - Aktivisten angeklagt

Klimaproteste am Flughafen Köln/Bonn: Aktivisten müssen mit hohen Strafen rechnen

Klimaschutzaktivisten haben am Flughafen Köln/Bonn zwei Protestaktionen durchgeführt, die zu erheblichen Behinderungen geführt haben. Nun wurden gegen sechs Personen Anzeigen erstattet. Der Flughafen und Fluggesellschaften fordern Schadensersatz für die entstandenen finanziellen Verluste.

Am 24. Juli 2024 sollen sich fünf Klimaschutzaktivisten auf einer Startbahn festgeklebt haben. Dadurch kam der Flugbetrieb für drei Stunden zum Erliegen. Jeder der fünf muss nun mit einer Rechnung von etwa 4.100 Euro für ihre Beteiligung rechnen.

Am 15. August befestigten sich zwei Protestierende an einer Zufahrtsstraße zu einer Startbahn. Dies führte zu Flugausfällen von etwa einer Stunde. Den beiden Personen drohen jeweils Kosten in Höhe von knapp 3.250 Euro.

Die Flughafenbetreiber Köln/Bonn schätzen die vorläufigen Schäden auf rund 125.000 Euro. Auch Eurowings kündigte an, Entschädigungsforderungen geltend zu machen – die vorläufigen Verluste belaufen sich auf fast 284.000 Euro. Gegen beide Protestaktionen wurden Anzeigen beim Amtsgericht Köln eingereicht. Noch ist nicht entschieden, ob ein formelles Verfahren eingeleitet wird, und ein Prozesstermin steht noch aus.

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Sechs Personen müssen sich nun wegen Sachbeschädigung und Hausfriedensbruchs verantworten. Der Flughafen und Eurowings verlangen Schadensersatz für die wirtschaftlichen Folgen der Störungen. Das juristische Verfahren befindet sich noch in einem frühen Stadium.

Quelle