Köln stoppt Versiegelung von Vorgärten im Afrikanischen Viertel Nippes
Egbert PeukertKöln stoppt Versiegelung von Vorgärten im Afrikanischen Viertel Nippes
Köln ergreift Maßnahmen zum Schutz der Vorgärten im Afrikanischen Viertel in Nippes
Die Stadt Köln plant, in mehreren Straßen des Afrika-Viertels im Stadtteil Nippes neue Parkplätze zu verbieten, um den weiteren Verlust von Grünflächen zu stoppen. Eine entsprechende Bebauungsplansatzung soll in Kürze von lokalen Behörden geprüft werden.
Der Kölner Ausschuss für Stadtentwicklung wird die neuen Regelungen im März beraten. Falls der Beschluss angenommen wird, dürfen Grundstückseigentümer keine Flächen mehr versiegeln, um nicht zwingend notwendige Parkplätze anzulegen. Bestehende Zufahrten und Stellplätze bleiben jedoch aufgrund von Bestandsschutz weiterhin zulässig.
Laut dem Kölner Haus- und Grundbesitzerverein handelt es sich um das erste Mal, dass die Stadt rückwirkend die Nutzung von Vorgärten reglementiert. Zwar gibt es keine aktuellen Studien, die belegen, wie viele Gärten bereits versiegelt wurden, doch die Stadt will weitere Umwandlungen verhindern. Im Fokus steht der Erhalt der Grünflächen in einem Viertel, das für seinen historischen Charme bekannt ist.
Die Satzung wird künftig nur noch Versiegelungen für unverzichtbare Zugänge – etwa Wege oder Rettungsrouten – erlauben. Alle anderen Veränderungen, die Gartenflächen verkleinern, werden durch die neue Regelung untersagt.
Ziel des Vorhabens ist es, die grüne Identität des Viertels zu bewahren, ohne bestehende Eigentumsverhältnisse infrage zu stellen. Bestehende Parkflächen bleiben erhalten, doch neue dürfen nicht mehr angelegt werden. Die endgültige Entscheidung liegt beim Ausschuss für Stadtentwicklung, der im nächsten Monat über die Pläne abstimmen wird.






