Köln und Düsseldorf fordern legale Drogengeschäfte in Konsumräumen gegen Kriminalität
Egbert PeukertKöln und Düsseldorf fordern legale Drogengeschäfte in Konsumräumen gegen Kriminalität
Politiker aus Köln und Düsseldorf schlagen eine radikale Wende in der Drogenpolitik vor. Torsten Burmester und Stephan Keller wollen den kleinteiligen Handel mit harten Drogen in kontrollierten Einrichtungen legalisieren. Damit, so ihre Argumentation, ließen sich die Probleme in belasteten Stadtvierteln entschärfen.
Der Neumarkt in Köln habe sich laut Burmester zu einem Brennpunkt der Drogensucht entwickelt. Anwohner und Unternehmen klagten zunehmend über die Belastungen durch die offene Drogenszene. Gemeinsam mit Keller hat er daher an die Landesminister appelliert, eine rechtliche Prüfung des Mikrohandels in Konsumräumen einzuleiten.
Keller setzt sich dafür ein, in Düsseldorf spezielle Räumlichkeiten für den kontrollierten Kauf und Verkauf kleiner Drogenmengen einzurichten. Dies könnte, so seine Überzeugung, die mit Sucht verbundene Kriminalität wie Diebstahl oder aggressives Betteln verringern. In großen deutschen Städten wie Köln, Berlin und Hamburg hat Crack Heroin mittlerweile als meistkonsumierte illegale Droge abgelöst.
Nach dem Vorschlag sollten schwerstabhängige Nutzer harte Drogen in medizinisch betreuten Einrichtungen erwerben können. Beide Politiker hoffen, dass dieser Ansatz die öffentliche Ordnung verbessert und die Sicherheit erhöht. Im Fokus steht dabei die sichtbare Auswirkung der Sucht auf das Stadtbild. Wird der Plan genehmigt, wären begrenzte Drogengeschäfte unter fachkundiger Aufsicht möglich. Ziel ist es, auf den Wandel von Heroin zu Crack und die damit verbundenen sozialen Probleme zu reagieren.






