16 March 2026, 10:21

Kölner Dom plant Eintrittsgeld – und löst damit eine hitzige Debatte aus

Der Eingang des Kölner Doms in Köln, Deutschland, mit detaillierten Schnitzereien, Skulpturen und einer großen Tür unten.

Ehemaliger Domarchitekt kritisiert geplante Eintrittsgebühr für den Kölner Dom - Kölner Dom plant Eintrittsgeld – und löst damit eine hitzige Debatte aus

Kölner Dom könnte bald Eintrittsgeld verlangen

Der Kölner Dom, eine der bekanntesten katholischen Kirchen der Welt, könnte Besuchern bald eine Eintrittsgebühr berechnen. Der Schritt hat Kritik ausgelöst, darunter von Barbara Schock-Werner, der ehemaligen Dombaumeisterin. Sie argumentiert, dass eine solche Gebühr den offenen und einladenden Charakter der Kathedrale verändern würde.

Der Dom zieht jährlich rund sechs Millionen Besucher an. Die Verantwortlichen planen nun, die Gebühr in der zweiten Jahreshälfte 2024 einzuführen, wobei die genaue Höhe noch nicht feststeht. Schock-Werner bezeichnete das Bauwerk als ein "missionarisches Geschenk der Kirche" und ein zentrales Symbol für Köln.

Ihre Bedenken spiegeln eine breitere Debatte wider, die in Deutschland seit etwa fünf Jahren geführt wird. Vorschläge, an bedeutenden historischen oder religiösen Stätten Eintritt zu erheben, stoßen auf geteilte Reaktionen. Denkmalschutzorganisationen und religiöse Einrichtungen lehnen Gebühren oft ab, da sie befürchten, dass diese den Zugang erschweren. Gleichzeitig betonen Kommunalverwaltungen, dass Einnahmen für Instandhaltung und Erhalt unverzichtbar seien. Besonders stark war der Widerstand bisher bei Domen und UNESCO-geschützten Wahrzeichen.

Falls umgesetzt, könnte die Gebühr die Besucherzahlen des Kölner Doms beeinflussen. Die Entscheidung setzt zudem ein Präzedenz für andere Denkmäler, die ähnliche Maßnahmen erwägen. Noch werden Zeitplan und Höhe der Gebühr diskutiert.

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