25 December 2025, 03:10

Kölner Verkehrsausschuss ringt um Kompromisse bei Tempo-30-Zonen und Schulstraßen

Eine vielbefahrene Straße mit Fahrrädern, Autos und anderen Fahrzeugen, mit Bäumen und Gebäuden im Hintergrund.

Kölner Verkehrsausschuss ringt um Kompromisse bei Tempo-30-Zonen und Schulstraßen

Kölner Verkehrsausschuss debattiert lokale Verkehrsprobleme – Kompromisse bei Tempo-30-Zonen und Schulstraßen

Diese Woche kam der Kölner Verkehrsausschuss zusammen, um eine Reihe lokaler Verkehrsprobleme in Köln anzugehen. Auf der Tagesordnung standen Themen wie Schulstraßen, Busanbindungen und Straßeninstandsetzungen – die meisten Beschlüsse fielen dabei fast einstimmig.

Verschiedene Anträge von Parteien und Bürgerinitiativen prägten die Diskussionen und mündeten in konkrete Pläne für Verkehrsberuhigung, Radwege und Verbesserungen im ÖPNV.

Ein zentraler Beschluss betraf die verkehrsberuhigte Umgestaltung der Ferdinand-Stucker-Straße. Nach langer Debatte einigte man sich auf einen Kompromiss: Die Bahnschranke soll erst zu einem späteren Zeitpunkt geschlossen werden. Diese Entscheidung folgte auf Bedenken hinsichtlich Barrierefreiheit und Sicherheit in dem Bereich.

Die Einführung einer neuen Schulstraße an der Hand-Grundschule fand die Unterstützung der Grünen. Die Maßnahme zielt darauf ab, den Verkehr während der Bring- und Abholzeiten zu reduzieren und die Sicherheit der Schülerinnen und Schüler zu erhöhen. Gleichzeitig setzten sich SPD und Grüne für eine bessere Anbindung der KVB-Haltestelle Thielenbruch ein und schlugen aufgewertete Radwege vor, um die Erreichbarkeit zu verbessern.

Die CDU brachte einen Antrag ein, die Bäume vor dem Kölner Dom umzusetzen. Ursprünglich war eine sofortige Umsetzung gefordert worden, doch der Vorschlag wurde abgemildert – nun soll lediglich nach "alternativen Standorten" gesucht werden. Die Partei kritisierte zudem die wachsende Zahl unkoordinierter Baustellen in der Stadt, die ihrer Ansicht nach unnötige Behinderungen verursachten.

Ein weiterer CDU-Vorschlag – eine direkte Busverbindung vom Bahnhof Bergisch Gladbach zum Kölner Hauptbahnhof – wurde zur Kenntnis genommen, aber nicht abschließend beschlossen. Der Ausschuss wies die Verwaltung außerdem an, sichere Schulradwege zu planen, dabei jedoch Überschneidungen mit bestehenden Routen zu vermeiden.

Ein zentrales Thema waren die Ersatzbusse für die anstehende Sperrung der S11-Bahnlinie. Die Mitglieder betonten, wie wichtig es sei, alle möglichen Alternativen zu prüfen, um die Beeinträchtigungen für Pendler so gering wie möglich zu halten. Zudem machte der Seniorenbeirat auf den schlechten Zustand der Gehwege in der Buchmühlenstraße aufmerksam und forderte dringend Sanierungen, um die Sicherheit für Fußgänger in Deutschland zu verbessern.

Am Ende des Treffens stand eine klare Handlungsanweisung an die Verwaltung: Verkehrsmanagement, Radinfrastruktur und ÖPNV-Ausbau sollen nun mit definierten Plänen vorangetrieben werden. Themen wie Ersatzverkehr und Baustellenkoordination werden in kommenden Sitzungen weiter beraten.