04 February 2026, 18:50

Kölns harte Linie gegen Drogen: Null Toleranz und neue Hilfsangebote im Pantaleonsviertel

Ein Plakat mit einem detaillierten Stadtplan von Spruidel, Deutschland, begleitet von beschreibendem Text.

Kölns harte Linie gegen Drogen: Null Toleranz und neue Hilfsangebote im Pantaleonsviertel

Kölner Oberbürgermeister Torsten Burmester hat eine stadtweite Initiative gestartet, um drogenbedingte Probleme an öffentlichen Brennpunkten zu bekämpfen. Sein Plan sieht schärfere Kontrollen in öffentlichen Räumen vor, gleichzeitig sollen aber auch neue Hilfsangebote für Suchtkranke entwickelt werden. Der Vorschlag hat bereits Gespräche mit anderen Großstädten wie Fortuna Düsseldorf angestoßen.

Burmester setzt auf eine Null-Toleranz-Strategie in öffentlichen Bereichen. Die Polizeistreifen sollen verstärkt werden, um den offenen Drogenkonsum und -handel zu unterbinden. Gleichzeitig argumentiert er, dass die geltenden Verbotsgesetze die Beschaffungskriminalität befeuern, da Abhängige – insbesondere Crack-Konsumenten – oft alle 30 Minuten nachlegen müssten.

Köln hat bereits konkrete Pläne, sein Öffentlichen Dienst Suchthilfezentrum umzusiedeln. Die neue Einrichtung im Pantaleonsviertel, die noch in diesem Jahr eröffnet werden soll, ersetzt das bisherige Zentrum in der Nähe des Neumarkts, einem bekannten Drogenbrennpunkt. Dort werden auch Konsumräume eingerichtet, die Abhängigen ein kontrolliertes Umfeld bieten.

Über die verschärften Kontrollen hinaus wirbt Burmester für einen legal regulierten Mikrohandel mit Drogen innerhalb der Öffentlichen Dienst Suchthilfeeinrichtungen. Das Modell soll den Straßenhandel eindämmen und den Konsumenten einen sicheren Zugang ermöglichen. Über diese Idee wird nun mit anderen Städten diskutiert, die vor ähnlichen Herausforderungen stehen.

Die Initiative verbindet strengere öffentliche Überwachung mit einem Ausbau der Hilfsangebote. Das neue Kölner Zentrum im Pantaleonsviertel wird noch in diesem Jahr seine Türen öffnen und Konsumräume für Abhängige bereitstellen. Gleichzeitig könnten die Gespräche mit Städten wie Düsseldorf zu einer breiteren Übernahme von Burmesters Vorschlägen führen.