07 January 2026, 22:51

Kovačs wackelige Bilanz: Warum Dortmund trotzdem an seinem Trainer festhält

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Kovačs wackelige Bilanz: Warum Dortmund trotzdem an seinem Trainer festhält

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Trotz des aktuellen zweiten Platzes in der Bundesliga sorgt die unbeständige Leistung des Teams für wachsende Skepsis gegenüber Trainer Niko Kovač. Doch Vereinsberater Matthias Sammer stellt sich hinter den Coach und betont, dieser sei nach wie vor die richtige Person für die Aufgabe.

Kovač übernahm im Februar 2025 das Amt in Dortmund, nachdem Nuri Şahin nach einem holprigen Saisonstart hatte weichen müssen. Unter seiner Führung sicherte sich die Mannschaft trotz eines beträchtlichen Punktückstands noch die Champions-League-Teilnahme. Zuvor hatte Kovač bereits Erfahrung gesammelt – darunter der DFB-Pokal-Sieg 2018 mit Eintracht Frankfurt, eine kurze Station beim FC Bayern München sowie Engagements bei AS Monaco und dem VfL Wolfsburg.

Vor der Winterpause blieb Dortmunds Bilanz durchwachsen: Nur vier Siege in den letzten zehn Pflichtspielen, dazu Remis gegen den HSV und Bodø/Glimt sowie das Ausscheiden im DFB-Pokal gegen Bayer Leverkusen. Dennoch steht die Mannschaft nach 15 Spieltagen auf Rang zwei – wenn auch bereits mit neun Punkten Rückstand auf Tabellenführer Bayern München.

Sammer verteidigt Kovač öffentlich und hält die Kritik für ungerechtfertigt. Er verweist auf Fortschritte in der defensiven Stabilität, der Offensivleistung sowie der körperlichen Präsenz und Mentalität des Teams. Der Berater wies zudem Forderungen nach attraktiverem Fußball zurück und erinnerte daran, dass auch frühere erfolgreiche Trainer nicht immer auf spektakuläre Spielweisen setzten. Stattdessen vertraut er auf Kovačs pragmatischen Ansatz, der Dortmund zu einem Platz in den Top vier und langfristig sogar zu Titeln führen könne.

Die Saison verlief bisher ambivalent: Zwar erfüllten die Ergebnisse nicht immer die Erwartungen, doch Kovačs Fähigkeit, die Mannschaft zu stabilisieren und die Champions-League-Teilnahme zu sichern, bringt ihm Rückhalt bei entscheidenden Verantwortlichen. Die Vereinsführung bleibt überzeugt von seinem Potenzial, den BVB langfristig zurück an die Spitze zu führen.