13 June 2026, 00:23

Kriminalitätswelle an NRW-Bahnhöfen: Gewaltdelikte verdoppelt, Köln bleibt Brennpunkt

Gewalt an NRW-Bahnhof mehr als verdoppelt

Kriminalitätswelle an NRW-Bahnhöfen: Gewaltdelikte verdoppelt, Köln bleibt Brennpunkt

Kriminalität an Bahnhöfen in Nordrhein-Westfalen (NRW) ist in den vergangenen fünf Jahren stark angestiegen. Zwischen 2020 und 2025 stieg die Gesamtzahl der Straftaten um 57 Prozent, wobei sich gewalttätige Vorfälle mehr als verdoppelten. Der Kölner Hauptbahnhof blieb während dieses Zeitraums am stärksten betroffen.

Im Jahr 2020 wurden in NRW noch 19.380 Straftaten an Bahnhöfen registriert. Bis 2025 kletterte diese Zahl auf 30.490. Den Höchststand gab es 2023 mit fast 37.500 Delikten, bevor ein leichter Rückgang einsetzte.

Gewalttaten nahmen von 2.325 im Jahr 2020 auf 4.711 im Jahr 2025 zu. Noch deutlicher stieg die Zahl der Sexualdelikte – sie erhöhte sich um 162 Prozent von 169 auf 442 Fälle im selben Zeitraum. Auch die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen wuchs um 32 Prozent, von 10.560 auf knapp 14.000.

In der Rangliste der am stärksten von Kriminalität betroffenen Bahnhöfe gab es zwischen 2020 und 2025 Verschiebungen. Düsseldorf belegte 2020 noch den zweiten Platz, gefolgt von Essen. Bis 2025 rückte Dortmund auf Rang zwei vor und verdrängte Düsseldorf und Essen auf die Plätze drei und vier. Münster blieb in beiden Jahren auf Platz fünf, während Gelsenkirchen, Duisburg und Oberhausen 2025 die Top Acht komplettierten.

Die Daten zeigen einen klaren Aufwärtstrend der Kriminalität an NRW-Bahnhöfen, mit deutlichen Zunahmen bei Gewaltdelikten und Sexualstraftaten. Zwar stieg auch die Zahl der ermittelten Tatverdächtigen, doch die Gesamtentwicklung unterstreicht die wachsenden Sicherheitsherausforderungen. Der Kölner Hauptbahnhof war durchgehend der am stärksten belastete Standort.

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