Kriminalitätswelle im Bergischen Städtedreieck: Mehr Messerangriffe und Betrugsfälle 2024
Hans-Gerd JunkKriminalitätswelle im Bergischen Städtedreieck: Mehr Messerangriffe und Betrugsfälle 2024
Kriminalitätsstatistik 2024: Anstieg der Straftaten in Wuppertal, Remscheid und Solingen
Im Jahr 2024 stiegen die Kriminalitätszahlen in Wuppertal, Remscheid und Solingen auf insgesamt 54.075 registrierte Straftaten – ein Anstieg um 4,16 % im Vergleich zum Vorjahr. Besonders stark zulegten Betrugsdelikte, Gewaltverbrechen und Messerangriffe.
Die Zahl der Betrugsfälle erhöhte sich um 1.267 auf einen Stand von 17,38 % mehr als 2023. Telefonbetrug, vor allem gegen ältere Menschen, erreichte mit 186 gemeldeten Fällen einen Zehnjahreshöchststand. Gleichzeitig nahm die Gewaltkriminalität um 262 Straftaten zu (plus 11,65 %), während die Straßenkriminalität um 641 Delikte (5,98 %) anstieg.
Auch Messerstraftaten häuften sich: 2024 wurden 300 Fälle mit messerähnlichen Gegenständen verzeichnet – 2023 waren es noch 244. Im Bergischen Städtedreieck kam es zu 58 Messerdelikten (2023: 42). Trotz dieser Entwicklungen blieben Einbrüche auf Vorjahresniveau, und Taschendiebstähle gingen zurück. Die Aufklärungsquote sank leicht von 55,7 % (2023) auf 54,1 %. Nichtdeutsche Tatverdächtige standen in etwa 40,5 % der Fälle in Verbindung mit den Straftaten.
Als Reaktion entwickelt das Büro für urbane Krisenintervention (buk) der Bergischen Universität Wuppertal unter Leitung von Dr. Tim Lukas seit dem vergangenen Jahr Handlungsstrategien. Diese zielen darauf ab, Straßenkriminalität und Gewaltdelikte – insbesondere Messerangriffe im öffentlichen Raum – einzudämmen.
Die aktuellen Zahlen zeigen ein gemischtes Bild: Während Betrug und Gewaltkriminalität deutlich zunehmen, setzen die Behörden gezielte Maßnahmen gegen Messerstraftaten und Straßenkriminalität um. Ob diese Strategien wirken, wird in den kommenden Monaten genau beobachtet werden.