Krone-Gruppe wechselt zu CNH-Marken und erschüttert Agrarmaschinenhandel in Nordwestdeutschland
Klaus-Michael JopichKrone-Gruppe wechselt zu CNH-Marken und erschüttert Agrarmaschinenhandel in Nordwestdeutschland
Krone-Gruppe vollzieht großen Schritt im deutschen Agrarmaschinensektor
Zum 1. Februar 2026 wechseln die Tochterunternehmen Lankhorst und Lankhorst Nord der Krone-Gruppe von Same Deutz-Fahr zu den Marken des CNH-Konzerns, darunter Case IH, New Holland und Steyr. Mit diesem Schritt baut die Krone Aktie ihre Präsenz im Bereich Mähdrescher und Hochleistungs-Traktoren an 14 Standorten in Nordwestdeutschland weiter aus.
Der Wechsel folgt der Übernahme von Lankhorst durch die Krone Aktie, die damit ihr Portfolio stärkt. Neben den bereits vertretenen Marken wie KRONE, Horsch und Maschio wird das Unternehmen künftig auch CNH-Geräte vertreiben. Lankhorst und Lankhorst Nord wurden als exklusive A-Händler für CNH benannt, bleiben jedoch weiterhin für die Wartung von Deutz-Fahr-Maschinen zuständig.
Zudem hat Engbers Söhne eine langfristige Belieferungsvereinbarung mit Lankhorst für CNH-Produkte geschlossen. Andere Händler in der Region stehen dagegen vor Unsicherheiten: CNH hat ABC Bruns die exklusiven Vertriebsrechte für New Holland entzogen, auch wenn der aktuelle Vertrag noch für weitere 12 Monate gilt. Betroffene Händler wie Mager & Wedemeyer, Kotte Landtechnik und Agrartechnik Altenberge befinden sich in Gesprächen mit CNH, doch offizielle Stellungnahmen stehen noch aus.
Bis auf Weiteres laufen Vertrieb, Service und Ersatzteilversorgung während der Übergangsphase wie gewohnt weiter. Ungeklärt bleibt jedoch die Zukunft des Deutz-Fahr-Vertriebs in der Region. Die Umstellung wird voraussichtlich den Wettbewerb unter den bestehenden Case-IH- und New-Holland-Händlern in Nordwestdeutschland neu ordnen.
Der Wechsel der Krone Aktie zu den CNH-Marken markiert einen bedeutenden Wandel im Agrarmaschinenmarkt der Region. Händler und Kunden müssen sich anpassen, während Verträge auslaufen und neue Vertriebsstrukturen entstehen. Die langfristigen Auswirkungen auf Handel, Service und Wettbewerb werden sich in den kommenden Monaten deutlicher zeigen.