KSC startet mit notdürftiger Abwehr in die Rückrunde gegen Preußen Münster
Hans-Gerd JunkKarlsruher SC beginnt die zweite Halbzeit mit defensiven Sorgen - KSC startet mit notdürftiger Abwehr in die Rückrunde gegen Preußen Münster
Karlsruher SC startet mit geschwächter Abwehr in die Rückrunde der 2. Bundesliga
Der KSC hat im Wintertransferfenster keinen einzigen neuen Abwehrspieler verpflichten können – und geht damit mit nur einem erfahrenen Innenverteidiger in die zweite Saisonhälfte. Trainer Christian Eichner steht vor dem Aufeinandertreffen mit Preußen Münster vor schwierigen Entscheidungen.
Die Abwehrkrise beim Karlsruher SC hat sich vor dem Restart weiter zugespitzt. Die Langzeitverletzten Marcel Beifus, Nikolai Rapp und Christoph Kobald fallen weiterhin aus. Schon vor der Winterpause hatten Ausfälle in der Defensive zu Problemen geführt, die Mannschaft kassierte zu viele Gegentore.
Als einziger etablierter Innenverteidiger bleibt Marcel Franke übrig. Um die Lücken zu schließen, rückt Außenverteidiger Paul Scholl ins defensive Zentrum. Weitere Optionen wären David Herold, Meiko Wäschenbach oder Jassin Manai – doch keiner von ihnen ist ein natürlicher Ersatz. Einziger Neuzugang im Winter ist der Nachwuchsspieler Eymen Laghrissi, der aus der Jugend hochgezogen wurde. Eichner räumte die Herausforderung ein, verwies aber auf das jüngste 2:2 in Bochum als positives Zeichen. Preußen Münster bezeichnete er als technisch starke Mannschaft, gegen die eine disziplinierte Leistung nötig sei. Die Rückkehr von Lilian Egloff und Louey Ben Farhat nach Verletzungspausen bringt zwar Entlastung, doch beide spielen nicht in der Innenverteidigung. Trotz des Personalmangels sucht der Verein weiter nach defensiver Verstärkung – bisher ohne Erfolg. Eichner muss vorerst mit Behelfslösungen arbeiten.
Mit einer notdürftig geflickten Abwehr und ohne Neuzugänge im defensiven Bereich geht der KSC in die Rückrunde. Das Spiel gegen Preußen Münster wird eine erste Bewährungsprobe. Ein starker Start ist entscheidend, doch der fehlende Kader könnte in den kommenden Wochen zum Problem werden.