Landwirte fürchten neue Düngeverordnung und Frost im Gülle-Silvester 2026

Hans-Gerd Junk
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2 Min.
Ein altes Buch mit dem Titel "Journal d'Agriculture Pratique" mit einer Farm-Szene auf dem Cover.Hans-Gerd Junk

Landwirte fürchten neue Düngeverordnung und Frost im Gülle-Silvester 2026

Deutsche Landwirte blicken mit wachsender Sorge auf die bevorstehende Düngeverordnung: Viele fürchten eine steigende Komplexität der Vorschriften sowie wetterbedingte Herausforderungen. Eine aktuelle Umfrage zeigt, dass sich Bauern insbesondere Sorgen über die Ausbringung von Gülle zu Beginn des Jahres 2026 machen – vor allem wegen anhaltenden Frosts und Schnees.

Vier Bundesländer – Bayern, Niedersachsen, Hessen und Nordrhein-Westfalen – haben bereits nach den geltenden Regelungen strenge "Rote Zonen" ausgewiesen. Dennoch bleiben Verwirrung und praktische Schwierigkeiten zentrale Probleme für hunderte Landwirte.

Die jüngste Erhebung offenbart, dass 35 Prozent der Bauern davon ausgehen, dass die neue Düngeverordnung noch komplizierter wird. Weitere 38 Prozent machen sich Sorgen über Schnee und Frost im Februar 2026, die die Gülleausbringung während des sogenannten "Gülle-Silvesters" blockieren könnten. Nur 8 Prozent äußerten Bedenken wegen Geruchsbeschwerden oder rechtlicher Auseinandersetzungen im Zusammenhang mit dem Termin.

Von den 470 befragten Landwirten fürchten 109 speziell, dass sie essenzielle Nährstoffe nicht rechtzeitig zu den Kulturen bringen können. Gülle ist nicht nur eine wichtige Quelle für Stickstoff und Phosphor, sondern auch für Kalium und Magnesium. Wetterbedingte Verzögerungen könnten diese Pläne jedoch durchkreuzen.

Dr. Horst Gömann von der Landwirtschaftskammer Nordrhein-Westfalen (LWK NRW) betont, dass die bei der Gülleausbringung freigesetzten Gerüche in den gegebenen Mengen keine Gesundheitsrisiken bergen. Trotz dieser Zusicherung konzentrieren sich die Landwirte weiterhin auf die praktischen Hürden – insbesondere auf die Gefahr, dass gefrorene Böden eine rechtzeitige Düngung verhindern.

Die Umfrageergebnisse unterstreichen die zentralen Herausforderungen der kommenden Monate: komplizierte Vorschriften, unberechenbares Wetter und enge Fristen für die Nährstoffausbringung. Da vier Bundesländer bereits strenge Rote Zonen durchsetzen, müssen sich die Landwirte nun auf mögliche Behinderungen zu Beginn des Jahres 2026 einstellen. Im Mittelpunkt steht nach wie vor der Spagat zwischen Regelkonformität und der Notwendigkeit, die Gesundheit der Kulturen zu erhalten.

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