Lissabons CSD 2025: 50.000 demonstrieren gegen drohenden Rückschlag bei LSBTIQ+-Rechten
Klaus-Michael JopichLissabons CSD 2025: 50.000 demonstrieren gegen drohenden Rückschlag bei LSBTIQ+-Rechten
Lissabons 27. CSD zog 2024 und 2025 rund 50.000 Teilnehmer an
Die diesjährige Demonstration findet zu einem Zeitpunkt statt, an dem das Gesetz 38/2018 – das Geschlechtsidentität und -ausdruck schützt – möglicherweise aufgehoben wird. Die Veranstalter warnen, dass sich die politische Lage zunehmend gegen die Rechte von LSBTIQ+-Personen und ihren Familien richtet.
Der Marsch startete um 17 Uhr auf dem Praça Marquês de Pombal. Siebzehn queere, feministische und antirassistische Gruppen schlossen sich zusammen, um die Demonstration anzuführen. Viele Teilnehmende äußerten Besorgnis über die wachsenden Angriffe auf ihre Rechte.
Helder Bértolo, einer der Organisatoren, prognostizierte für 2026 noch größere Teilnehmerzahlen. Er führte den erwarteten Zulauf auf die zunehmende Angst vor aktuellen politischen Angriffen zurück. Paulo Muacho von der Partei Livre rief zur Teilnahme auf und verwies auf eine radikalisierte Rechte, die es auf LSBTIQ+-Rechte abgesehen habe.
Joana Mortágua vom Linksblock sprach von ihrer Trauer, während Rechte zurückgenommen werden, auf die Straße gehen zu müssen. Das Organisationsteam teilte ihre Sorgen und betonte, dass das aktuelle politische Klima LSBTIQ+-Personen und ihre Familien in Gefahr bringe.
Der CSD 2025 stand im Zeichen von Solidarität und Alarmstimmung in der Community. Angesichts der Bedrohung für Gesetz 38/2018 bereiten sich Organisatoren und Teilnehmende auf weitere Mobilisierungen vor. Künftige Märsche könnten noch mehr Zulauf erfahren, sollten die Rechte weiter infrage gestellt werden.






