Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – und löst damit einen Hype aus
Martina SieringLüneburger Bäckerei-Idee: "Grönländer" statt "Amerikaner" - Lüneburger Bäckerei tauft Amerikaner in Grönländer um – und löst damit einen Hype aus
Eine Bäckerei in Lüneburg sorgt bundesweit für Aufsehen, indem sie ihre runden, zuckerglasierten Teilchen von Amerikaner in Grönländer umbenennt. Die Änderung, die als humorvolle politische Geste beschrieben wird, kommt mit einem neuen Slogan daher: "Backt Kuchen, nicht Krieg". Die Kunden reagieren positiv – manche sehen darin ein Zeichen europäischer Solidarität.
Die seit Jahrzehnten als Amerikaner bekannten Süßgebäcke bleiben noch einige Wochen im Sortiment, bevor sie im Herbst unter dem neuen Namen zurückkehren. Die Bäckerei De Heidbäcker GmbH serviert sie zwar weiterhin auf Wunsch unter dem alten Namen – auf der Rechnung steht nun aber Grönländer. Geschäftsführer Jannik Harms betont, dass die Umbenennung mit Augenzwinkern zu verstehen sei.
Die Herkunft des Namens Amerikaner bleibt unklar. Manche Theorien führen ihn auf ein im Rezept verwendetes Triebmittel zurück, andere sehen eine Ähnlichkeit mit Soldatenhelmen. Unabhängig davon hat die Umfirmierung weit über Lüneburg hinaus Aufmerksamkeit erregt – selbst eine Frau aus Prag zeigte sich begeistert.
Seit der Umbenennung steigen die Verkäufe, und die Bäckerei wertet die öffentliche Resonanz als Erfolg fürs Handwerk. Ein Schild vor dem Laden wirbt nun mit dem frechen Slogan und unterstreicht so die spielerische, aber pointierte Botschaft.
Die Namensänderung kommt gut an: Kunden feiern den Schritt als Kuriosität und symbolische Geste zugleich. Die Entscheidung der Bäckerei zeigt, wie kleine Veränderungen die Fantasie der Öffentlichkeit beflügeln können – und nebenbei noch das Geschäft ankurbeln. Bis auf Weiteres sind die Teilchen erhältlich, bald dann unter ihrer neuen Identität.






