Marls neuer Stadtrat startet mit AfD als drittstärkster Kraft in die Amtszeit
Egbert PeukertMarls neuer Stadtrat startet mit AfD als drittstärkster Kraft in die Amtszeit
Der neu gewählte Stadtrat von Marl hat offiziell seine fünfjährige Amtszeit angetreten – nach den Kommunalwahlen im September. Bürgermeister Thomas Terhorst (CDU) wurde von Johannes Westermann (Bündnis 90/Die Grünen) vereidigt, nachdem er die Stichwahl mit rund 65 Prozent der Stimmen für sich entschieden hatte. Der 44 Sitze zählende Rat umfasst nun neun Abgeordnete der AfD, was eine Verschiebung des politischen Kräfteverhältnisses markiert.
In der ersten Sitzung wurden wichtige Personalentscheidungen für die Gremienführung getroffen. Thomas Terhorst übernahm das Amt des Bürgermeisters und betonte in seiner Ansprache Dankbarkeit sowie sein starkes Engagement für die bevorstehenden Aufgaben. Zu seinen Schwerpunkten für die nächsten fünf Jahre gehören der Ausbau von Kinderbetreuung und Schulen, die Verbesserung der öffentlichen Sicherheit sowie die Konsolidierung des städtischen Haushalts. Zudem will er die lokale Wirtschaft stärken, Arbeitsplätze schaffen und den Wohnungsbau vorantreiben.
Zu seinen Stellvertretern wurden Birgit Sauer (CDU) und Bettina Hartmann (Soziale Union Marl) gewählt. Auch die Vorsitzenden der Ausschüsse stehen fest: Thomas Güttel (CDU) leitet den Bau- und Planungsausschuss, sein Stellvertreter ist Michel Reitzner (Die Linke). Weitere Vorsitzende sind Brian Nickholz (SPD) und Tanja Laerbusch (CDU) für den Bildungs- und Sportausschuss, Robert Heinze (FDP/Kritische Bürger) und Jürgen Schröer (AfD) für den Haupt- und Finanzausschuss sowie Jan Hübschen (AfD) und Michael Sandkühler (FDP/Kritische Bürger) für den Rechnungsprüfungsausschuss. Den Kulturausschuss führen Elke Fleckhaus (CDU) und Gregor Kampmann (CDU) an, während Petra Kläsener (SPD) und Christian Real (CDU) für den Sozialausschuss zuständig sind. Den Umweltausschuss leiten Gregor Kampmann (CDU) und Katrin Golz (Bündnis 90/Die Grünen).
Die AfD, die nun mit neun Sitzen vertreten ist, hat angekündigt, sich besonders für Kostensenkungen in der Verwaltung, eine stärkere Bürgerbeteiligung sowie eine kritische Haltung zur Migrationspolitik einzusetzen. Die CDU bleibt mit 15 Sitzen stärkste Kraft, gefolgt von der SPD (9 Sitze), den Grünen (3), der Sozialen Union Marl (3), der Linken (2), der FDP/Kritische Bürger (2) und dem Bündnis Sahra Wagenknecht (1 Sitz).
Mit den nun besetzten Führungspositionen kann der Rat seine Agenda für die kommenden Jahre angehen. Die Präsenz der AfD und ihre politischen Prioritäten werden die Debatten – insbesondere zu Haushaltsfragen und Migration – prägen. Gleichzeitig wird die Verwaltung unter Terhorst ihre Pläne für Bildung, Sicherheit und Wirtschaftswachstum in Marl vorantreiben.






