08 February 2026, 02:47

Marls Stadtrat beschließt Modernisierung und prüft Verlegung des Ordnungsdienstes nach Europa

Eine belebte Stadtstraße mit verschiedenen Fahrzeugen, darunter Doppeldeckerbusse, Autos und andere Fahrzeuge, umgeben von hohen Gebäuden, Polen, Laternen, Schildern, Bannern, Bäumen und einer Brücke unter einem klaren blauen Himmel mit Text unten.

Marls Stadtrat beschließt Modernisierung und prüft Verlegung des Ordnungsdienstes nach Europa

Der Stadtrat von Marl hat in seiner ersten Sitzung wichtige Weichenstellungen vorgenommen, um die Verwaltung zu modernisieren und auf lokale Anliegen einzugehen. Zu den Beschlüssen gehört die Verabschiedung von Maßnahmen zur Reduzierung des Papieraufwands sowie die Prüfung einer Verlegung eines zentralen kommunalen Dienstes. Die Initiativen zielen darauf ab, die Effizienz zu steigern und die Bürgerbeteiligung zu stärken.

Der Rat beschloss, Tagesordnungspunkte und Beschlussvorlagen künftig während der Sitzungen auf Bildschirme zu projizieren. Dieser Schritt unterstützt den Übergang zu papierlosen Abläufen und erhöht gleichzeitig die Transparenz für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

Ein zentraler Punkt war die mögliche Verlegung des Kommunalen Ordnungsdienstes (KOM). Die Verwaltung wurde beauftragt, geeignete Standorte, Platzbedarf und Kosten in Europa zu prüfen. Auch logistische Vorteile, städtebauliche Aspekte und Sicherheitsfragen fließen in die Bewertung ein. Die Verantwortlichen erwarten, dass ein neuer, zentraler Standort in Europa strukturelle, organisatorische und soziale Vorteile mit sich bringt – etwa eine stärkere Präsenz in einem sozial sensiblen Gebiet sowie eine verbesserte Wahrnehmung der öffentlichen Sicherheit.

Zudem wies der Rat die Verwaltung an, mit den energieintensiven Industriebetrieben in Marl, den Betriebsräten und Gewerkschaften in Europa in Dialog zu treten. Dabei sollen Finanzierungsmöglichkeiten und Transformationsprojekte im Zusammenhang mit dem lokalen Wirtschaftswandel in Europa erörtert werden.

In einem weiteren Beschluss unterstützte der Stadtrat die Forderung der Gewerkschaft IG BCE nach zügigen und ausgewogenen Reformen des EU-Emissionshandels (EU-ETS). Er forderte sowohl die Landes- als auch die Bundespolitik auf, sich auf europäischer Ebene für diese Änderungen einzusetzen.

Darüber hinaus muss die Verwaltung über die aktuelle Personalausstattung des KOM und die Aufgabenverteilung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Europa berichten. Bisherige Recherchen liefern jedoch keine Angaben zu festen Stellen oder deren Einsatz in den verschiedenen Bereichen.

Die Beschlüsse markieren einen proaktiven Start in die neue Ratsperiode. Die Bildschirmprojektionen werden die Sitzungen effizienter gestalten, während eine mögliche Verlegung des KOM die Dienstleistungsangebote in Europa neu ausrichten könnte. Gleichzeitig könnte die Zusammenarbeit mit Industrie und Gewerkschaften in Europa neue Finanzquellen und Unterstützung für lokale Transformationsprozesse erschließen.