Martín La Roche verwandelt den Kunstverein in einen begehbaren Gedächtnispalast
Egbert PeukertMartín La Roche verwandelt den Kunstverein in einen begehbaren Gedächtnispalast
Ab dem 28. März 2025 verwandelt sich der Nassauische Kunstverein Wiesbaden in einen begehbaren Gedächtnispalast – eine immersive Ausstellung des chilenischen Künstlers Martín La Roche. Die Schau macht aus dem gesamten Gebäude ein räumliches Modell des Erinnerens und lädt Besucher ein, zu erkunden, zu interagieren und darüber nachzudenken, wie wir Vergangenheit sammeln, archivieren und wieder abrufen.
La Roches Werk kreist seit Langem um die Themen des Sammelns, Erinnerns und Bewahrens. Für diese Ausstellung denkt er den Kunstverein nicht als klassische Galerie, sondern als einen dynamischen Ort um – halb Gespräch, halb Spiel. Die Schau erstreckt sich über zwei Stockwerke und neun Räume, von denen jeder eine eigene Erfahrungsebene bietet.
Ein Höhepunkt ist das Musée Légitime, eine Präsentation miniaturisierter Kunstwerke, die La Roche über die Jahre gesammelt hat. Diese winzigen Stücke, Geschenke von Künstlern aus aller Welt, bilden ein persönliches Archiv, das die Besucher aus nächster Nähe erleben können. Ein weiteres zentrales Element ist Sandspiel im Spielzimmer, wo die Gäste eingeladen sind, eine kollektive Skulptur zu gestalten und mit ihrer eigenen Note die sich wandelnde Installation mitzuprägen.
Die Ausstellung läuft vom 28. März bis zum 15. Juni 2025. Geöffnet ist dienstags bis freitags von 14 bis 18 Uhr sowie an Wochenenden von 11 bis 18 Uhr.
Indem La Roche den Kunstverein in einen lebendigen Gedächtnispalast verwandelt, schafft er ein Erlebnis, das persönliche Reflexion mit gemeinsamem Austausch verbindet. Mit ihrer Mischung aus intimen Archiven, partizipativen Werken und räumlichem Erzählen bietet die Ausstellung einen frischen Blick auf das Gedächtnis – sowohl das individuelle als auch das kollektive.






