Massiver Betrug in NRW: Wie GeKo Rhein Wupper illegale Wohnprojekte und Sozialmissbrauch aufdeckt

Hans-Gerd Junk
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Ein Plakat an einer Wand mit dem Text "R├╝ckf├╝hrungsbeh├Ârde: Felder werden durch Missbrauch ihrer Fruchtbarkeit beraubt" umgeben von einem Haus, B├Ąumen und Wasser.Hans-Gerd Junk

Massiver Betrug in NRW: Wie GeKo Rhein Wupper illegale Wohnprojekte und Sozialmissbrauch aufdeckt

Neue kommunenübergreifende Initiative deckt massenhaften Betrug und illegale Wohnprojekte in Nordrhein-Westfalen auf

Das vor einer Woche gestartete Projekt GeKo Rhein Wupper hat in mehreren Städten Scheinwohnsitze, gefälschte Anmeldungen und nicht genehmigte Baumaßnahmen aufgedeckt. Die Behörden ermitteln nun wegen möglichen Sozialbetrug, Schwarzarbeit und Verbindungen zur organisierten Kriminalität.

Die Zentrale des Projekts in Wuppertal koordiniert die Zusammenarbeit zwischen den fünf Gründungsstädten Langenfeld, Leverkusen, Remscheid, Solingen und Wuppertal. Mit Landesmitteln unterstützt, konzentriert sich das Team auf die Bekämpfung organisierter Kriminalität, Sozialbetrug, Schmuggel und Geldwäsche.

Bei einer jüngsten Aktion in Langenfeld wurden 12 Scheinwohnsitze entdeckt, die auf EU-Bürger aus Osteuropa registriert waren. Sieben Personen stehen nun unter Verdacht, über unklare Aufenthaltstitel und mögliche nicht angemeldete Beschäftigungsverhältnisse zu verfügen. Zudem wurde ein Grundstück in Richrath zur Abmeldung vorgemerkt, nachdem Ermittler Verstöße gegen Meldepflichten, mutmaßliche falsche Vaterschaftsangaben und illegale Bauten feststellten.

Weitere Untersuchungen förderten nicht genehmigte Nutzungsänderungen von Immobilien zutage, die gegen das Wohnraumstärkungsgesetz verstoßen. Eine dritte Adresse geriet wegen des Verdachts auf Scheinanmeldungen in den Fokus – vermutlich mit dem Ziel, Einwanderungsregeln zu umgehen. Unterdessen registrierten Langenfelder Behörden ungewöhnliche Investitionsmuster: Personen erwarben großzügige Immobilien, die in keinem Verhältnis zu ihren angegebenen Einkünften stehen.

Die Initiative GeKo Rhein Wupper hat bereits wenige Tage nach ihrem Start zahlreiche Fälle von Betrug und illegalen Wohnverhältnissen aufgedeckt. Die Behörden werden weiterhin Problemimmobilien, Briefkastenfirmen und Sozialmissbrauch in den fünf beteiligten Städten ins Visier nehmen. Die landesweite Operation zielt darauf ab, die Bekämpfung grenzüberschreitender krimineller Netzwerke zu verstärken.

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