20 April 2026, 12:21

Medienkonzentration in NRW: Wie große Verlage die Zeitungslandschaft umkrempeln

Titelseite der deutschen Zeitung "Weitpreubliche Zeitung" vom 13. November 1939, die eine Gruppe von Menschen in traditioneller deutscher Kleidung in einer feierlichen Umgebung zeigt.

Medienkonzentration in NRW: Wie große Verlage die Zeitungslandschaft umkrempeln

Fusionen prägen die deutsche Zeitungsbranche: Große Verlage bauen ihre Marktmacht aus

Die deutsche Zeitungslandschaft erlebt eine weitere Konsolidierungswelle, da große Verlagshäuser ihre Reichweite ausbauen. Anfang März gab die Rheinische Post bekannt, westfälische Tageszeitungen samt ihrer Digitalplattformen übernehmen zu wollen. Dies folgt auf einen weiteren aktuellen Deal in der Region – den Kauf der Kölnischen Rundschau durch DuMont vom Heinen Verlag im Februar 2023.

Mit dem Schritt der Rheinischen Post wird die Verlagsgruppe zur auflagenstärksten Tageszeitungsgruppe in Nordrhein-Westfalen. Nach Abschluss der Übernahme ergänzen die westfälischen Titel das bestehende Portfolio. Branchenbeobachter werten dies als Teil eines größeren Trends hin zu weniger, aber mächtigeren Medienkonzernen.

Die regulatorische Prüfung solcher Fusionen bleibt jedoch begrenzt. Das Bundeskartellamt untersucht Zusammenschlüsse lediglich auf ihre Auswirkungen auf Lesermärkte und Werbeerlöse. Eine Bewertung, wie sich die Konzentration auf die journalistische Vielfalt oder redaktionelle Unabhängigkeit auswirkt, ist gesetzlich nicht vorgesehen.

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Erst wenige Wochen zuvor hatte die Kölnische Rundschau den Besitzer gewechselt, als DuMont die Übernahme von Heinen Verlag abschloss. Dieser Deal – wie auch die geplante Expansion der Rheinischen Post – spiegelt die anhaltenden Umbrüche im regionalen Pressewesen Deutschlands wider.

Die Übernahme durch die Rheinische Post wird die Medienkonzentration in Nordrhein-Westfalen weiter vorantreiben. Da die behördlichen Kontrollen allein auf den Wettbewerb fokussiert sind, bleiben die langfristigen Folgen für den Lokaljournalismus außerhalb der offiziellen Prüfung. Der Trend zu immer größeren Verlagsgruppen hält an, während kleinere Titel fusionieren oder aufgekauft werden.

Quelle