Millionenraub in Gelsenkirchen: Diebe plündern 3.000 Sparkassen-Schließfächer voller Gold und Bargeld
Klaus-Michael JopichPolizeipräsident: Gelsenkirchener Fall kein 'Ocean's Eleven' - Millionenraub in Gelsenkirchen: Diebe plündern 3.000 Sparkassen-Schließfächer voller Gold und Bargeld
Spektakulärer Raubüberfall auf die Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer: Millionen an Gold, Bargeld und Wertgegenständen gestohlen
Bei einem dreisten Coup auf eine Filiale der Sparkasse in Gelsenkirchen-Buer sind Diebe mit Millionen Euro an Gold, Bargeld und Wertsachen entkommen. Bei dem Überfall Ende Dezember wurden über 3.000 Schließfächer geknackt – einer der größten Raubzüge der letzten Zeit. Die Behörden haben nun die Ermittlungen massiv ausgeweitet und setzen hunderte Spezialisten ein, um die Täter zu fassen.
Der Raub ereignete sich während der Weihnachtsfeiertage, als die Kriminellen mehr als 3.000 Schließfächer aufbrachen. Unter den gestohlenen Gütern befanden sich große Mengen Gold, Bargeld und andere hochwertige Gegenstände, doch die genaue Beutesumme wurde bisher nicht bekannt gegeben.
Als Reaktion darauf kündigte Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul am 22. Januar 2026 an, das Ermittlerteam sei deutlich verstärkt worden. 120 zusätzliche Beamte wurden abgestellt, sodass nun insgesamt 350 Sicherheitsexperten in drei Schichten rund um die Uhr an dem Fall arbeiten.
Gelsenkirchens Polizeichef Tim Frommeyer wies Vergleiche mit Hollywood-Filmen wie Ocean's Eleven zurück. Stattdessen beschrieb er die Täter als skrupellose Kriminelle, deren Handeln tausende Opfer und zerstörte Existenzgrundlagen zur Folge habe. Zudem warnte er, dass bei großen kriminellen Netzwerken die Wahrscheinlichkeit von Fehlern steige – was den Ermittlern in die Hände spielen könnte.
Frommeyer zeigte sich zuversichtlich, den Fall aufzuklären, und verwies auf das enorme Ausmaß der Tat sowie die Vielzahl forensischer Spuren. Er geht davon aus, dass hinter dem Coup ein weitverzweigtes Netz von Komplizen stehe – und hofft, dass einer von ihnen unter Druck einen Fehler begeht.
Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren: 350 Beamte sind nun mit dem Fall betraut. Die Behörden gehen davon aus, dass die Dimension des Überfalls und die hohe Zahl der Beteiligten früher oder später zu Festnahmen führen werden. Bisher bleiben die gestohlenen Wertgegenstände jedoch verschwunden – und die Täter sind noch auf freiem Fuß.