14 April 2026, 00:28

Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – was das für Arbeitgeber bedeutet

Plakat mit Dollar-Scheingrafik und Text "Es ist Zeit, Lohnlücken zu schließen, Männer verdienen den ganzen Dollar", das Lohnungleichheit betont.

Mindestlohn steigt 2026 auf 13,90 Euro – was das für Arbeitgeber bedeutet

Mindestlohn in Deutschland steigt 2026 auf 13,90 Euro pro Stunde

Der gesetzliche Mindestlohn in Deutschland wird 2026 erneut angehoben und erreicht dann 13,90 Euro pro Stunde. Die Erhöhung ist Teil einer Reihe von Anpassungen, seit der Mindestlohn 2015 erstmals eingeführt wurde. Unternehmen, darunter auch Friseursalons, bereiten sich bereits auf die finanziellen Auswirkungen vor.

Der Mindestlohn wurde in Deutschland 2015 mit 8,50 Euro pro Stunde eingeführt. Bis 2022 stieg er unter der Ampelkoalition auf 12 Euro. Nun sind weitere Erhöhungen geplant: Ab dem 1. Januar 2026 soll der Satz auf 13,90 Euro steigen, 2027 dann auf 14,60 Euro.

Eine Studie zeigt, dass eine Erhöhung des Mindestlohns um 10 Prozent die Verbraucherpreise um 6,8 bis 7,8 Prozent steigen lässt. Ein Friseur in Lünen hat bereits angekündigt, die Preise um 4 bis 6 Prozent anzuheben, um die höheren Lohnkosten auszugleichen. Trotz Bedenken bezeichnete der Zentralverband des Deutschen Friseurhandwerks die bevorstehenden Erhöhungen als "ausgewogen und verkraftbar".

Bis zu 6,6 Millionen Beschäftigte könnten von der nächsten Anpassung profitieren, die 2025 in Kraft tritt. Die jüngsten Erhöhungen bringen den Mindestlohn auf ein neues Rekordniveau. Arbeitgeber in Branchen wie Einzelhandel und persönlichen Dienstleistungen werden voraussichtlich ihre Preise anpassen. Die schrittweise Herangehensweise der Regierung zielt darauf ab, faire Bezahlung mit wirtschaftlicher Stabilität in Einklang zu bringen.

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