22 March 2026, 16:19

Mobbing-Vorwürfe gegen NRW-Bauministerin Scharrenbach erschüttern das Ministerium

Ein Mann in weißem Anzug und Hut sitzt an einem Tisch mit Mikrofonen, spricht, während Papiere und Gegenstände auf dem Tisch zu sehen sind, mit einem anderen Mann mit Brille rechts von ihm in einem Raum mit einer Wand und einer Tür dahinter.

Scharrenbach bietet Mitarbeitern Gespräche nach Vorwürfen - Mobbing-Vorwürfe gegen NRW-Bauministerin Scharrenbach erschüttern das Ministerium

Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach sieht sich schweren Vorwürfen wegen Mobbing und Machtmissbrauchs in ihrem Ministerium ausgesetzt. Berichte von Der Spiegel und dem WDR enthüllen Schilderungen einer toxischen Arbeitsatmosphäre, in der Angst und Einschüchterung unter den Mitarbeitenden herrschten sollen.

Im Januar 2025 informierte eine Personalvertreterin die Chefin der Staatskanzlei über Fehlverhalten in Scharrenbachs Ministerium. Den Angaben zufolge waren die Vorfälle Spitzenbeamten bereits vor der Bundestagswahl 2025 bekannt. Ein anonymer hochrangiger Landesbeamter äußerte später gegenüber Medien: "Diese Frau hat mich zerstört."

Der Spiegel erhielt ein internes Schreiben, das von einem Klima der "Angst und Einschüchterung" im Ministerium spricht – insbesondere im Bereich der digitalen Verwaltung. Scharrenbach räumte in einer Stellungnahme am Donnerstag Fehler in ihrem Führungsstil ein. Sie nahm die Kritik an und versprach, die Bedenken ernst zu nehmen.

Um die Situation zu entschärfen, kündigte die Ministerin konkrete Maßnahmen an, darunter gemeinsame Gespräche mit betroffenen Beschäftigten und eine stärkere Einbindung des Personalrats. Zudem bot sie persönliche Gespräche mit Mitarbeitenden an, die sich durch ihr Führungsverhalten benachteiligt fühlten.

Bisher hat das Ministerium keine detaillierten Unterlagen zu den seit Bekanntwerden der Vorwürfe umgesetzten Änderungen veröffentlicht. Zwar bekräftigte Scharrenbach ihr Vorhaben, die Führungsprozesse zu verbessern, doch verifizierte Informationen zu internen Reformen liegen nicht vor. Der Fall bleibt unter Beobachtung, während betroffene Mitarbeitende auf weitere Schritte warten.

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