Mönchengladbachs Krise vertieft sich: Union Berlin demontiert Polanskis Team
Klaus-Michael JopichMönchengladbachs Krise vertieft sich: Union Berlin demontiert Polanskis Team
Borussia Mönchengladbach hat unter Interimstrainer Eugen Polanski eine weitere Niederlage kassiert – diesmal gegen Union Berlin. Die Pleite wirft die Mannschaft zumindest vorläufig auf den letzten Platz der Bundesliga zurück. Polanski bezeichnete die Leistung als „sehr enttäuschend“ und räumte ein, dass sein Team von Beginn an kämpfte.
Der Start in die Partie verlief für Mönchengladbach katastrophal. Polanski kritisierte später die ersten 15 Minuten seiner Mannschaft. Union Berlin nutzte die Schwächephase gnadenlos aus und traf zweimal nach Standardsituationen – genau in jenem Bereich, in dem die Gastgeber besonders verwundbar sein wollten. Trotz späterer defensiver Bemühungen war der Schaden bereits angerichtet.
Abseits des Platzes gab es unterdessen weitere Veränderungen: Rouven Schröder löste zu Beginn der Woche Roland Virkus als Sportdirektor ab. Schröder, der Polanski bereits in der Vergangenheit unterstützt hatte, bekräftigte nach dem Spiel erneut sein Vertrauen in den Interimstrainer. Zudem kündigte er an, in dieser Woche selbst an Trainingseinheiten teilzunehmen, um die Entwicklung der Mannschaft unter Polanskis Führung zu beurteilen.
Nach vier Bundesliga-Spielen ohne Sieg bleibt Polanskis Bilanz als Trainer makellos – im negativen Sinne. Der Druck wächst, während Mönchengladbach verzweifelt auf den ersten Sieg unter seiner Regie wartet. Die Niederlage verlängert die sieglose Serie und zementiert den Tabellenletzten vorerst auf dem letzten Platz. Schröders anstehende Beobachtungen dürften die Entscheidung über Polanskis Zukunft beeinflussen. Zunächst muss sich das Team jedoch sammeln, bevor es ins nächste Spiel geht.






