Mordgerüchte um ukrainischen Ex-Berater Portnow – doch es fehlen alle Belege

Martina Siering
Martina Siering
2 Min.
Ein Mann in militärischer Uniform, bei dem es sich mutmaßlich um den ehemaligen ukrainischen Präsidenten Viktor Janukowytsch handelt, wird von zwei bewaffneten Männern in militärischer Uniform vor einem Gebäude mit Pflanzen im Hintergrund eskortiert.Martina Siering

Nach Mord an ukrainischem Politiker: Mann festgenommen - Mordgerüchte um ukrainischen Ex-Berater Portnow – doch es fehlen alle Belege

In den sozialen Medien verbreiten sich seit einiger Zeit Berichte über die angebliche Ermordung des ukrainischen Anwalts und ehemaligen politischen Beraters Andrij Portnow. Den Behauptungen zufolge wurde er am 21. Mai 2025 in Madrid durch Schüsse getötet. Bisher gibt es jedoch keine glaubwürdigen Belege oder offizielle Aufzeichnungen, die das Ereignis bestätigen.

Stand Februar 2026 lebt Portnow nach wie vor, und keine überprüfbaren Quellen stützen die behauptete Tat.

Den unverifizierten Meldungen zufolge wurde Portnow in der Nähe der American School of Madrid angegriffen, nachdem er seine Kinder dort abgesetzt hatte. Den Angaben zufolge traf ihn eine SchussSalve mit fünf Kugeln, darunter mehrere Treffer am Kopf. Ein Tatverdächtiger soll im Rahmen einer gemeinsamen Aktion spanischer und deutscher Behörden in Heinsberg, Nordrhein-Westfalen, festgenommen worden sein.

Laut den unbestätigten Berichten wurden ein Europäischer Haftbefehl sowie ein Europäischer Ermittlungsbefehl für die Durchsuchung der Wohnung des Verdächtigen erlassen. Die Festnahme soll in Abstimmung zwischen der spanischen Policía Nacional und dem Bundeskriminalamt (BKA) erfolgt sein.

Portnow, eine umstrittene Persönlichkeit, fungierte von 2010 bis 2014 als Berater und stellvertretender Leiter der Präsidialverwaltung unter Viktor Janukowytsch. In dieser Zeit war er an Justizreformen in der Ukraine beteiligt. Nach Janukowytschs Sturz 2014 floh er zunächst nach Russland, kehrte jedoch 2019 in die Ukraine zurück. Den unverifizierten Angaben zufolge verließ er das Land nach dem russischen Großangriff 2022 erneut in Richtung Westen.

Trotz der detaillierten Schilderungen gibt es keine offiziellen Stellungnahmen ukrainischer oder EU-Behörden, die den angeblichen Anschlag bestätigen. Große Medienhäuser haben nicht über den Vorfall berichtet, und Portnow selbst hat sich nicht öffentlich dazu geäußert. Derzeit bleibt das Ereignis unbestätigt und ohne stichhaltige Belege.

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