13 December 2025, 00:08

Münster erhöht Abwasser- und Verwaltungsgebühren ab 2026 deutlich

Eine Brücke überspannt einen Fluss mit zahlreichen Straßenlaternen darauf und im Hintergrund sind Gebäude zu sehen.

Münster erhöht Abwasser- und Verwaltungsgebühren ab 2026 deutlich

Stadt ratifiziert höhere Gebühren für Abwasser und Verwaltungsleistungen

Stadt ratifiziert höhere Gebühren für Abwasser und Verwaltungsleistungen

  1. Dezember 2025

Die Stadt Münster hat eine Reihe von Gebührenerhöhungen beschlossen, die ab dem 1. Januar 2026 in Kraft treten. Betroffen sind die Abwassergebühren sowie verschiedene Verwaltungsdienstleistungen – eine Reaktion auf steigende kommunale Kosten. Als Hauptgründe für die Anpassungen nennen die Verantwortlichen notwendige Investitionen in die Infrastruktur und den Personalbereich.

Die Abgaben für die Abwasserbehandlung steigen um 24 Cent pro Kubikmeter, sodass der neue Satz bei 3,11 Euro liegt. Für einen durchschnittlichen Haushalt bedeutet dies Mehrkosten von 48 Euro pro Jahr, sodass die jährlichen Abwassergebühren auf 745,50 Euro ansteigen – ein Plus von 6,9 Prozent. Trotz der Erhöhung bleiben Münsters Gebühren damit unter dem Landesdurchschnitt von 841,60 Euro für einen typischen Haushalt.

Die Gebühr für die Niederschlagswasserentsorgung bleibt hingegen unverändert bei 95 Cent pro Quadratmeter. Künftige Anpassungen der Abwassergebühren sollen im einstelligen Prozentbereich bleiben, um die Leistungsfähigkeit des Systems zu erhalten.

Neben den Abwassergebühren erhöht die Stadt auch die Entgelte für Leistungen des Bauaufsichtsamts, des Amts für Finanzen und Beteiligungen sowie des Amts für Wohnen und Quartiersentwicklung. Mit diesen Anpassungen sollen zusätzliche Kosten in Höhe von 4,5 Millionen Euro ausgeglichen werden, die durch die Modernisierung der Entwässerungsinfrastruktur und steigende Personalkosten entstehen.

Auch Mülheim an der Ruhr hat angekündigt, ab 2026 die Gebühren für Antrags- und Finanzbehörden zu erhöhen – ein ähnlicher Ansatz wie in Münster, um den wachsenden kommunalen Ausgaben zu begegnen.

Die neuen Gebühren treten Anfang 2026 in Kraft und betreffen sowohl Privathaushalte als auch Unternehmen, die auf städtische Dienstleistungen angewiesen sind. Obwohl die Abwassergebühren in Münster steigen, liegen sie weiterhin unter dem regionalen Durchschnitt. Weitere Anpassungen sind geplant, um den Anforderungen an die Infrastruktur gerecht zu werden.

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